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Potsdam-Mittelmark Floristin sendet Rosengrüße zum Valentinstag
Lokales Potsdam-Mittelmark Floristin sendet Rosengrüße zum Valentinstag
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18:12 12.02.2017
Ines Gerdessen liebt rote Rosen ganz besonders. Quelle: Christiane Sommer
Brück

Ines Gerdessen aus Brück hat fast täglich mit dem wohl deutlichsten Symbol der Liebe weltweit zu tun: mit roten Rosen. Dieser Tage haben die langstieligen Dornenträger mit ihren samtweichen Blütenblättern wieder Hochkonjunktur. Die 45-Jährige bestätigt: „Ja, das ist so. Die rote Rose gehört zum Valentinstag und besonders gern wird sie von jungen Männern gekauft“. Die sind schließlich mit dem in der Region noch recht jungen Brauch, am 14. Februar ihre Herzdame mit Blumen zu beglücken, groß geworden.

Den älteren Semestern fällt es mit Blick auf den nahenden Frauentag am 8. März erfahrungsgemäß etwas schwerer, sich mit dem Valentinstag - dem Tag der Liebenden - zu arrangieren. Wie auch immer. Für Ines Gerdessen ist die rote Rose weit mehr. „Es sind meine Lieblingsblumen“. Wohl auch deshalb gibt sie scheinbar jeder einzelnen die sie verkauft, ein besonderes lächeln mit auf den Weg.

Floraler Liebesgruß

Ehemann Axel weiß um die Vorliebe seiner Frau für die Dornenträger. Sie bekommt zum Valentinstag einen floralen Liebesgruß - obwohl sie als Floristin im familiengeführten Blumengeschäft tätig und dort von morgens mit abends von Blumen umgeben ist. Den muss sie sich natürlich nicht allein binden. Damit die alljährliche Überraschung gelingt, ordert er den Liebesbeweis in rot für die Ehefrau bei einer Mitarbeiterin.

Ehemännern, Lebensgefährten oder auch Freunden, die noch mit sich hadern ob sie ihrer Auserwählten am Valentinstag Blumen oder eine süße Versuchung schenken, rät Ines Gerdessen vor der Entscheidung zu bedenken: „Pralinen bedeuten immer auch Kalorien, deshalb ist nicht jede Frau über Schokolade glücklich.“

Die Qual der Wahl

Hat der Mann sich für den Liebesbeweis Blume entschieden, ist er jedoch noch lange nicht am Ziel. Er hat die Qual der Wahl. Zwischen Rosen, Tulpen, Narzissen und anderen edlen Blumen. Dabei vertraut das starke Geschlecht erfahrungsgemäß auf die Beratung durch Fachfrauen wie Ines Gerdessen.

„Frauen sind da anders. Sie bevorzugen meist bunte Frühlingsblumensträuße zum Valentinstag“, sagt sie. Mit dem besonderen Blick für das Detail, gern auch noch zusätzlich aufgehübscht mit kleiner Herzchendeko. Nur ein Blume fristet seit gut zwei Jahrzehnten hierzulande ein Schattendasein und ist auch am Valentinstag kaum gefragt: die Nelke. Dabei galt die weiße Nelke im Mittelalter noch als Symbol der Liebe. Ob sie eines Tages eine Renaissance erlebt und der roten Rose wieder den Rang abläuft, bleibt abzuwarten.

Aus dem Blumengeschäft und der Gärtnerei von Ines und Axel Gerdessen, die den Familienbetrieb in mittlerweile vierter Generation führen, ist die Nelke jedenfalls nicht wegzudenken. Sie hat ihren festen Platz, nicht erst seitdem die Gärtnerei - die 1897 von Heinrich Gerdessen gegründet wurde und noch in diesem Jahr ihren 120. Geburtstag feiern kann - 1963 um ein Blumenfachgeschäft erweitert wurde.

Von Christiane Sommer

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