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Potsdam-Mittelmark Fluch und Segen der Hellseherei
Lokales Potsdam-Mittelmark Fluch und Segen der Hellseherei
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12:07 19.02.2018
Celina Weithaas aus Teltow ist bereits mit 18 Jahren eine versierte Schreiberin. Quelle: Linus Hoeller
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Teltow

Mit 18 Jahren ist die Teltowerin Celina Weithaas schon die Autorin zweier Bücher. „Schreiben hat mir immer schon unglaublich Spaß gemacht”, sagt sie im MAZ-Gespräch. Bereits in der ersten Klasse habe sie einen einseitigen Text für ihre Klassenlehrerin verfasst und seitdem „hat mich das Schreiben nie mehr losgelassen“. Mit 14 Jahren habe sie dann auch längere Geschichten zu schreiben begonnen – „meist im Fantasybereich”, ergänzt sie.

„Ich schreibe vor allem, weil es mir Spaß macht, nicht weil Leute es lesen – das Publikum kommt bei mir erst an zweiter Stelle.“ Vielmehr gehe es ihr um die Geschichte, beschreibt Celina ihre Motivation.

„Eine Geschichte entwickelt sich bei mir, während ich sie schreibe”, erzählt Weithaas. Sie würde einfach anfangen zu schreiben, dann entstünde die Geschichte schon von selbst. „Ich schreibe immer dann, wenn ich Lust habe – sonst kommt sowieso nichts Gutes dabei raus. Und wenn ich Zeit habe – früher halt neben der Schule, jetzt neben dem Studium.“

Denn die Teltowerin schreibt nicht nur Bücher, sondern ist gleichzeitig auch noch Studentin in Rostock. Doch statt auf ihre Studienrichtung Geschichte, konzentrieren sich ihre Erzählungen meist eher auf Psychologie und geistige Erkrankungen – „je nachdem, was mich halt gerade interessiert“.

Im Oktober gibt es die Fortsetzung

Celina Weithaas’ neuestes Buch, „Dark Poison”, erschien am 31. Januar dieses Jahres bei „Papierfresserchens MTM-Verlag“.

Am 31. Oktober erscheint das zweite Buch mit dem Titel „Cold Poison”. Vorbestellungen werden bereits angenommen.

Die Bücher kosten jeweils 15,30 Euro und sind im lokalen Buchhandel sowie im Internet erhältlich.

Die konkreten Ideen zu ihren Geschichten kommen oft von Freunden und Bekannten, aber auch aus ihrer Umgebung, meint Weithaas: „Zum Beispiel kommt in einer Unterhaltung mit Freunden ein interessantes Thema auf, über das ich dann schreiben will. Manchmal setze ich mich auch einfach wohin und beobachte die Leute, die vorbeigehen.“ Für ihr erstes Buch lieferte etwa ihr Großvater einen Teil der Inspiration, der ihr von seinen Erlebnissen mit geistig behinderten Kindern erzählte, die er fuhr. Ein anderer Teil der Geschichte stammt aus einer Unterhaltung mit Freunden über die Frage, ob die Fähigkeit, in die Zukunft sehen zu können, ein Segen oder doch eher ein Fluch sei. Beide Ideen kombiniert, lieferten ihr die Grundlage für das am 31. Januar dieses Jahres erschienene Buch „Dark Poison”. Das Buch handelt von einer Agentin, die die übernatürliche Fähigkeit besitzt, in die Zukunft jedes Menschen schauen zu können. Das bringt ihr zwar gewisse Vorteile, doch führt es auch zu unvorhergesehenen Komplikationen.

Scheibblockaden kennt Celina – und überwindet sie

Ab und zu fällt aber auch der besten Autorin mal nichts mehr ein. Schreibblockaden steht Celina Weithaas allerdings gelassen gegenüber. „Das passiert zwar manchmal, aber dann stelle ich mich einfach hin und sage laut ’Ich habe eine Schreibblockade!’ Danach funktioniert es normalerweise wieder“, erzählt die junge Autorin.

Gerade ein jüngeres Publikum versucht Celina Weithaas mit ihren Büchern zu erreichen. „Ältere Autoren werden von Jugendlichen oft als langweilig angesehen. Ich schreibe oft eher flapsig und die Charaktere in meinen Geschichten sind häufig Jugendliche. Ich denke, so können sich junge Leser und Leserinnen besser in die Geschichte hineinversetzen.“ Mit ihren Büchern verfolge sie gewissermaßen die Idee, dass „Teenager für Teenager“ schreiben sollten. Ein besonders großes Thema sei es aber nie gewesen, dass sie Geschichten schreibt, meint Weithaas: „Die meisten meiner Freunde wissen nicht einmal, dass ich Bücher veröffentliche.“

Abschließend hat Celina noch ein paar ermutigende Worte für angehende Autoren: „Allen, die schreiben wollen, würde ich raten, das auch zu tun – und dabei immer die eigenen Interessen an die erste Stelle zu setzen, statt das zu schreiben, was die Leute hören wollen.“

Von Linus Höller

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