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Flucht, Vertreibung und Krieg

Tanzprojekt der Langen Tafel Brandenburg Flucht, Vertreibung und Krieg

Die Lange Tafel führt Menschen jeden Alters und jeder Herkunft zusammen. Gespräche mit Zeitzeugen dienen der Annährung an die jeweils anderen Lebenserfahrungen und -umstände. Jung begegnet Alt, Mann trifft Frau, Deutsche lernen andere Kulturen kennen. In diesem Jahr treffen sich die Akteure beim Tanz und erzählen ihre Geschichten in bewegten Bildern auf der Bühne.

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Geschichten und Gefühle – übersetzt in Tanz und Berührung – sind bei der Premiere am 12. Juni zu erleben.

Quelle: Daniela Incoronato

Kleinmachnow.
Spaghetti für alle ist diesmal nicht. Die Lange Tafel Brandenburg, ein Verein, der Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und Zugehörigkeit beim gemeinsamen Essen und Erzählen zusammenbringt, hat in diesem Jahr etwas anderes vorbereitet: Diesmal ist „Tanz das Medium, wo Geschichten erzählt werden“, erklärt Frank Nesemann. Der 51-jährige Berliner ist seit 16 Jahren Kunst-Lehrer an der Kleinmachnower Waldorfschule und hat den Verein gegründet.

Auf die Frage „Was hat Sie in Ihrem Leben am meisten geprägt?“, haben Zeitzeugen Flucht, Vertreibung, Krieg genannt. So werden – anders als in den Vorjahren aufgeschrieben – die Geschichten der Zeitzeugen von Schülern, Flüchtlingen und älteren Menschen durch Tanz erzählt. Die 45 Tänzer im Alter zwischen 15 Jahren und 60+ sind Schüler der Waldorfschule, der Maxim-Gorki-Gesamtschule und Berlin Brandenburg International School in Kleinmachnow, Senioren der Lis:sanga Dance Company, Bewohner der Flüchtlingsheime in Teltow und Stahnsdorf und Gäste des Clab-Jugend- und Familienzentrums.

Im Herbst 2015 hatten Nesemann und die Choreographin Lenah Strohmaier die Akteure angesprochen. Tanz verbindet zwar, die Tänzer müssen aber auch Vertrauen zueinander finden, sich einlassen und sich einander berühren wollen. „Die Stimmung ist jetzt super“, freut sich Nesemann. Hinter dem Titel „Inland – Tanzlandschaften“ verbirgt sich vielerlei. Es kann die Innensicht eines Menschen auf Erlebnisse und Gefühle sein, das Land hinterm Zaun, das ein Flüchtling erreicht hat. Es kann aber auch gedeutet werden als ein Zustand der Zerrissenheit zwischen Angekommen und Nicht-Erwünscht-Sein in dem Land, das Frieden verheißte. Nach der etwa eineinviertelstündigen Aufführung, die von dem Dok-Filmer Jörn Reißmann aufgezeichnet wird, bringt ein Büfett alle zusammen.

 Abdel hebt ab – unten Orson vor der Menschenkette

Abdel hebt ab – unten Orson vor der Menschenkette.

Quelle: Daniela Incoronato

Info: Die Premiere findet am 12. Juni, 18.30 Uhr, im Saal der Waldorfschule Kleinmachnow statt; eine weitere Aufführung am 18. Juni, 20 Uhr, in der Fabrik Potsdam, Schiffbauergasse; Karten an der Abendkasse; www.lange-tafel-brandenburg.de

Von Claudia Krause

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