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Flüchtlinge: Kreis prüft Traglufthalle in Werder

Einzug in Großzelte nicht ausgeschlossen Flüchtlinge: Kreis prüft Traglufthalle in Werder

Auf der Suche nach neuen Unterkünften für Flüchtlinge prüft der Kreis Potsdam-Mittelmark jetzt auch die Unterbringung in beheizbaren Traglufthallen. Zu den ausgewählten Standorten gehört auch eine Freifläche am Oberstufenzentrum in Werder. Eine endgültige Entscheidung ist nach den Worten von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) aber noch nicht gefallen.

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Eine Traglufthalle für Flüchtlinge am Oberstufenzentrum Werder ist nicht ausgeschlossen.

Quelle: Plönnig

Werder . Um weitere Flüchtlinge im Kreis aufnehmen zu können, schließt der Kreis auch die Unterbringung in Traglufthallen nicht aus. „Wir prüfen gegenwärtig insgesamt 70 Standorte auf ihre Eignung als Unterkunft für Flüchtlinge“, sagt Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf Anfrage der MAZ. An fünf Orten schließe der Kreis auch den Aufbau einer Traglufthalle so groß wie eine Zweifeld-Turnhalle nicht aus. Dazu gehört auch eine Freifläche am Oberstufenzentrum des Kreises in Werder auf der Jugendhöhe , wie Blasig auf Nachfrage bestätigt. Die anderen vier Orte, die für den Hallenbau geprüft werden, wollte Blasig noch nicht nennen. Nach seinen Worten sind die beheizbaren Hallen mit Sanitäreinrichtungen ausgestattet, die Miete koste 80 000 Euro im Monat bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr. „Fast ein unverschämt hoher Preis“, sagt Blasig.

Wie viele Hallen bestellt werden, steht laut Blasig noch nicht fest, weil sich auch die Zahl der angekündigten Asylbewerber ständig ändert. Auch andere Landkreise hätten bereits solche Traglufthallen geordert. „Weil die Nachfrage in der gegenwärtigen Situation außerordentlich groß ist, können die Traglufthallen für bis zu 300 Flüchtlinge auch nicht gleich geliefert werden. Wir werden sie wohl erst im Januar 2016 aufstellen können, im günstigsten Fall im Dezember“, sagt Blasig.

Auf der Stadtverordnetenversammlung in Werder am Donnerstagabend hatte in der Bürgerfragestunde Editha Stürtz-Frase, die ein Café auf der Insel betreibt, beklagt, dass sich die Stadt Werder zu wenig für Quartiere für Asylbewerber engagiere. Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) stellte klar, dass die Stadt dem Kreis gegenwärtig keine leerstehende kommunale Immobilie für die Unterbringung von Flüchtlingen zu Verfügung stellen kann. Über private Gebäude habe die Stadt kein Recht, zu verfügen. Das Oberstufenzentrum Werder ist eine kreisliche Einrichtung, in die der Landkreis in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro investiert hat. An der Schule lernen 1700 Schüler aus dem Land Brandenburg und darüber hinaus.

Von Regine Greiner

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