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Potsdam-Mittelmark Flüchtlinge: Wiesenburg zur Hilfe bereit
Lokales Potsdam-Mittelmark Flüchtlinge: Wiesenburg zur Hilfe bereit
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00:34 13.07.2015
Großer Gesprächsbedarf: Die Wiesenburger bereiten sich auf die Aufnahme neuer Nachbarn vor. Quelle: D. Fröhlich
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Wiesenburg

Fast 70 Interessierte konnte der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark am Donnerstagabend in der Kunsthalle begrüßen. Weil bei der Information vor zwei Monaten nicht genügend Gelegenheit bestand, dass jeder zu Wort kommen konnte, wurden dieses Mal kleinere Gesprächskreise gebildet. In denen erfolgte nochmals der Austausch von Hoffnungen und Bedenken, die sich aus dem absehbaren Zuzug ergeben. Darüber hinaus sind schon Möglichkeiten der Eingliederung ins Dorfleben teils konkret erörtert und protokolliert worden.

Dabei musste der Verwaltungschef einräumen, dass die Idee der Sanierung des so genannten Drahtwerksblockes mittels günstiger Darlehen, die sich dank der Belegungszusage akquirieren lassen könnten, noch nicht weiter gereift sei. „Am Mittwoch ist die Abstimmung mit Landrat Wolfgang Blasig (SPD) vorgesehen“, berichtete Marco Beckendorf.

Interview

Hartmut König ist Bauamtsleiter der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Er gibt Auskunft zu den geplanten Bauarbeiten.
MAZ: Was wird an dem Wohnblock zu erledigen sein?
Hartmut König: Eine Komplettsanierung ist augenscheinlich nötig. Dach und Fassaden, Fenster und Türen außen sowie Elektroanlage und Kohleheizung sowie Fußböden und Installationen. Fast alles stammt ja quasi aus den 70er-Jahren.
Wie sieht der Zeitplan aus?
König: Wenn demnächst die Finanzierung geklärt werden kann, soll im Herbst die endgültige Planung erfolgen. Dann könnten die Leistungen im Winter ausgeschrieben werden. Die Bauarbeiten werden sicher das ganze Jahr 2016 in Anspruch nehmen.
Sind die Schätzungen des Aufwandes von rund 1,2 Millionen Euro realistisch?
König: Vor zehn Jahren war es etwa ein Drittel weniger. Die Preissteigerungen sind also berücksichtigt. Aber bei der entsprechenden Wohnfläche und einem angesetzten Aufwand von 1000 Euro je Quadratmeter kommt man auf den Betrag. Viel größere Investitionen ließen sich mit der ortsüblichen Miete wohl nicht refinanzieren.
Interview: René Gaffron

Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark sucht händeringend nach Unterkünften für Zuwanderer – in dem Fall im Auftrag des Bundes nach Wohnungen für die so genannten Kontingentflüchtlinge, vorrangig aus Syrien. Andererseits hat das Landratsamt Bad Belzig als Kommunalaufsicht ein Auge auf die defizitäre Haushaltslage der Gemeinde Wiesenburg/Mark. In deren Etatentwurf sind für dieses Jahr lediglich Planungskosten für das Vorhaben reserviert. „Geht es um mehr, muss ein Nachtrag erstellt werden“, erklärte Marco Beckendorf.

Frauke Postel vom Mobilen Beratungsteam Brandenburg bescheinigte den Wiesenburgern, „einen aufgeschlossenen Diskurs, wie er nicht überall üblich ist“. Nicht zuletzt haben die potenziellen Integrationshelfer deutlich gemacht, dass die verbleibende Zeit noch zur Schulung der eigenen Kenntnisse gebraucht wird. Darüber hinaus haben sie den Wunsch, dass die Offerten nicht nur in eine Richtung gehen. Das Erlernen der deutschen Sprache müsste – als Grundlage – angeboten und von den neuen Nachbarn auch wahrgenommen werden, lautete eine maßgebliche Botschaft.

Von René Gaffron

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