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Flüchtlinge besuchen die Firma Haacke-Haus

Neu Plötzlin Flüchtlinge besuchen die Firma Haacke-Haus

Über ein Projekt des Berufsförderungswerkes des Bauindustrieverbandes Berlin/Brandenburg haben am Mittwoch vier Flüchtlinge das Werk von Haacke-Haus in Neu Plötzin besucht. Björn Beckers, Mitglied der Geschäftsführung, führte sie durch die Fertigungshalle. Zwei Flüchtlinge können sich vorstellen, dort künftig zu arbeiten.

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Björn Beckers von Haacke-Haus mit Ibrahim (20), Azizullah (22) und Betreuerin Carina Bischoff (v.l.).

Quelle: Haacke-Haus

Neu Plötzin. Der Fertighaushersteller Haacke-Haus bekommt möglicherweise bald Verstärkung aus Afghanistan und Pakistan. Björn Beckers, Mitglied der Geschäftsführung, führte am Mittwoch vier Flüchtlinge aus einem Wohnheim in Brandenburg/Havel durch eine der Neu Plötziner Werkshallen und erklärte, wie Häuser bei Haacke gebaut werden. Initiiert wurde der Besuch durch ein Projekt des Berufsförderungswerkes des Bauindustrieverbandes Berlin/Brandenburg. Bei diesem Projekt bekommen speziell Flüchtlinge, die noch keinen Integrationskurs hatten, mögliche berufliche Perspektiven aufgezeigt, sagte Betreuerin Carina Bischoff.

Ibrahim (20) aus Pakistan und Azizullah (22) aus Afghanistan sind vor etwa einem Jahr nach Deutschland gekommen und können sich nach dem Rundgang vorstellen, ein Praktikum oder sogar eine Ausbildung zum Zimmerer bei Haacke-Haus zu beginnen. „Die Ausbildungen gehen bei uns in der Regel im August los, aber wir empfehlen sowieso jedem, vorher ein Praktikum zu machen“, sagte Beckers.

Asylverfahren der potenziellen Bewerber läuft noch

Reza (46) aus dem Iran hat in seiner Heimat als Schlosser gearbeitet, allerdings ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Für die Arbeit in der Schlosserei der Baufirma bräuchte er Nachweise, wie einen Staplerschein. Noch viel wichtiger aber ist die Sicherheit in der deutschen Sprache, so Beckers. Über das Projekt bekommen die Flüchtlinge nachmittags Deutsch-Nachhilfe. „Dort machen sie große Fortschritte, aber die Schulbildung der einzelnen ist sehr unterschiedlich“, berichtet Bischoff.

Noch ist unklar, ob Shanu (55) aus Tschetschenien und die anderen drei möglichen Anwärter überhaupt in Deutschland bleiben dürfen. Bischoff zufolge sind sie alle noch im Asylverfahren und würden mindestens für die Dauer der Ausbildung eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. „Das ist natürlich auch wichtig für uns, weil wir sie ausbilden, um sie später zu übernehmen“, so Beckers.

Seit 1992 am Standort Neu Plötzin

Senator Albert Haacke hat im Jahr 1879 die Firma Haacke-Haus am heutigen Stammsitz in Celle gegründet. 1960 begann die Produktion von Fertighäusern.

1992
ist das Werk im Werderaner Ortsteil Neu Plötzin eröffnet worden. Aktuell sind dort 31 Mitarbeiter in den Hallen beschäftigt und etwa 60 weitere arbeiten draußen auf den Baustellen. Insgesamt zählt Haacke-Haus bundesweit 190 Mitarbeiter.

In diesem Jahr ist das Unternehmen mit dem Großen Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet worden. 2005 gewann der Betrieb den ersten deutschen Fertighauspreis „Golden Cube“.

Bei den Bauherren besonders beliebt ist die Programmlinie „Stadtvilla“.

Von Luise Fröhlich

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