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Flüchtlings-Protest vor der Amtsverwaltung

Demonstration in Brück Flüchtlings-Protest vor der Amtsverwaltung

Ein halbes Dutzend Flüchtlinge hat sich seit Dienstagabend vor der Amtsverwaltung in Brück (Potsdam-Mittelmark) eingerichtet. Bei knapp zehn Grad Celsius verbrachten sie die Nacht zum Mittwoch unter freiem Himmel und wollen dort vorerst bleiben. In die Fläming-Kaserne, wo sie eigentlich untergebracht sind, wollen sie nicht zurückkehren.

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Protestierende Flüchtlinge vor der Amtsverwaltung Brück.

Quelle: Koska

Brück. Ein halbes Dutzend Flüchtlinge hat sich seit Dienstag vor der Amtsverwaltung eingerichtet. Bei knapp zehn Grad Celsius verbrachten sie die Nacht zum Mittwoch unter freiem Himmel und wollen dort vorerst bleiben. Das haben sie jedenfalls gegenüber der MAZ zum Ausdruck gebracht. In die Fläming-Kaserne, wo sie mit fast 100 weiteren Zuwanderern untergebracht sind, wollen sie jedenfalls nicht zurückkehren.

Das Domizil am Rand des Truppenübungsplatzes Brück-Lehnin befindet sich 2,5 Kilometer vom Zentrum des Planestädtchens entfernt. Dies ist ein Grund ihres Unmutes. Darüber hinaus wird Kritik am Zustand der Sanitäranlagen und an der Essenversorgung geübt. Sie erfolgt über einen Lieferanten, der mithin für die Schulspeisung vor Ort verantwortlich zeichnet. Anders als in anderen Quartieren dürfen die Asylbewerber in dem hiesigen Militärobjekt keine warmen Mahlzeiten für sich selbst zubereiten. „Denn das von ihnen genutzte Gebäude hat keine Küche und aus Gründen des Brandschutzes darf in den Zimmern nicht gekocht werden“, erklärt Helmut Kautz.

Der in der Integrationsarbeit vor Ort maßgeblich engagierte Pfarrer war für die zunächst deutlich größere Gruppe der Protestierenden erster Ansprechpartner. „Ihnen ist verdeutlicht worden, dass Sicherheit, Quartier sowie Essen und Trinken alles ist, was ihnen zunächst geboten werden kann“, sagt der Geistliche. Die Erfüllung weiterer Wünsche, wozu fraglos der Umzug in größere Städte gehöre, könnte erst mit dem entsprechenden Aufenthaltsstatus erfolgen, erklärte der Seelsorger. Er zeigte einerseits Verständnis für die Ungeduld der Flüchtlinge und hofft andererseits, dass die Hilfsbereitschaft in Brück trotzdem erhalten bleibt.

Die Beamten des Polizeireviers Bad Belzig haben die Entwicklung im Auge und zeigen Präsenz in Brück. „Die Form des Protestes ist zulässig“, stellt Christian Großmann klar. Der Amtsdirektor sah zumindest am Mittwoch keinen Anlass, etwa Platzverweise an das Sextett auszusprechen.

 

Von René Gaffron

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