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Potsdam-Mittelmark Flüchtlingsheim soll erst Mitte Oktober öffnen
Lokales Potsdam-Mittelmark Flüchtlingsheim soll erst Mitte Oktober öffnen
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14:58 09.09.2018
Die geplante Flüchtlingsunterkunft befindet sich in der Werderaner Schubertstraße.
Werder

Die geplante Eröffnung der Unterkunft für Flüchtlinge, Aussiedler und Asylbewerber auf der Jugendhöhe in Werder verzögert sich weiter. Derzeit geht der Landkreis Potsdam-Mittelmark davon aus, das Heim Mitte Oktober in Betrieb zu nehmen, wie eine MAZ-Nachfrage ergab. Wäre es nach dem Kreis gegangen, hätte am Dienstag die Informationsveranstaltung für die Werderaner stattfinden sollen. Doch die Stadt hatte sich angesichts des straffen Zeitplans für eine Eröffnung dagegen gestemmt. Zu viele Dinge waren für den 1. Beigeordneten, Christian Große (CDU), noch ungeklärt oder unzureichend kommunziert. Jetzt planen die beiden Verwaltungen einen neuen Termin. „Wir sind uns einig, dass eine Eröffnung zum 1. Oktober nicht zu halten ist“, sagte Stadtsprecher Henry Klix.

Der Kreis hat zwei Termine für den Infoabend vorgeschlagen: den 24. und 25. September. Stattfinden könnte er in der Aula des Oberstufenzentrums, das gleich neben der Unterkunft liegt. Für den 25. September ist Kreissprecherin Andrea Metzler zufolge außerdem die Sicherheitskonferenz zu dem Objekt geplant. Nach MAZ-Informationen hat unterdessen der freie Träger Internationaler Bund den Zuschlag für die soziale Betreuung erhalten.

Viel Engagement in der Stadt

Kritik am Streit zwischen der Stadt Werder und dem Landkreis um das Heim gab es seitens der Initiative Netzwerk Neue Nachbarn. „Wir waren verärgert über die Stellungnahme auf Facebook und haben die Kommentare mit Entsetzen gelesen“, erklärt Editha Stürtz-Frase. Wie berichtet, hatte sich die Stadt via Facebook deutlich gegen die Pläne des Kreises gestellt, die Flüchtlingsunterkunft zum 1. Oktober zu eröffnen. Inzwischen ist der Beitrag verschwunden. In Werder gebe es, wie in anderen Städten, Menschen mit rechten Tendenzen, die sich durch solche Äußerungen bestätigt fühlen würden, erklärte die 72-Jährige. „Die Arbeit, die wir im Stillen machen, wird durch so etwas kaputt getrampelt.“ Seit zwei Jahren, als zum ersten Mal über eine geplanten Unterbringung in Werder berichtet wurde, wartet das Netzwerk Neue Nachbarn auf die Geflüchteten.

„Es gibt viel Engagement in der Stadt, auch von Unternehmern“, sagt Gudrun Lehmann (61), die die Initiative ebenfalls unterstützt. Beide Frauen wünschen sich eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt, wenn die Eröffnung naht. Die Initiative will zum Beispiel ein Willkommensfest planen. Zunächst aber muss es eine Infoveranstaltung geben, sagen sie. Um das Klima und die Ängste der Menschen kennenzulernen, wollen sie dabei sein.

Zehn Flüchtlinge in drei Wohnungen

Die Initiative Netzwerk Neue Nachbarn weiß von etwa 20 bis 25 Geflüchteten, die in Wohnungen in Werder (Havel) untergebracht sind. Sie bekommen nur eine Info, wenn sich diejenigen bei ihnen melden.

Der Landkreis zähltaktuell zehn Flüchtlinge in drei Wohnungen. Wie viele Personen aus dem Bezug ausgeschieden sind und selbst eine Wohnung mieten, wird nicht erfasst.

Bislang hat sich das Netzwerk hauptsächlich um eine Großfamilie aus Syrien gekümmert, die im Herbst 2014 nach Werder kam. „Die Kinder sind gut in den Schulen untergekommen. Kitaplätze zu finden, war anfangs schwieriger, hat mit viel Mühe aber auch geklappt“, erzählt Gudrun Lehmann. Fünf ehemalige Lehrer aus Werder haben die Familie in Deutsch unterrichtet. Einmal im Monat gibt es ein Begegnungscafé im Treffpunkt oder die Initiative organisiert Ausflüge und hilft im Alltag.

Von Luise Fröhlich

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