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Potsdam-Mittelmark Flüchtlingskids haben Lastenfahrrad mitgebaut
Lokales Potsdam-Mittelmark Flüchtlingskids haben Lastenfahrrad mitgebaut
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18:20 27.07.2016
So ein selbst gebautes Lastenfahrrad trägt schon mal ein paar Kids. Omar (hinten) hat wie seine Freunde mitgeschraubt und tritt jetzt in die Pedale. Quelle: M. Steger
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Teltow

Wie viel Aufregung so ein Fahrradbau bringen kann! Für die Kinder im Flüchtlingsheim an der Potsdamer Straße waren die vergangenen Tage mit viel werkeln verbunden. Sie haben mit Hilfe von Benjamin Maltry (30) vom Werkhaus, das zum Projekthaus Potsdam gehört, ein Lastenfahrrad gebaut. „Ich habe ganz viel geschraubt“, ruft der 12-jährige Omar aus Syrien, der rappelig drauf ist, in dem fertigen Gefährt eine Runde über den Hof des Heimes zu drehen.

Dort toben sich ein Dutzend andere Kinder schon mit dem Modellrad aus, das Maltry mitgebracht hat. Manchmal muss er die Kids bremsen. „Aber sie waren total interessiert. Ich war erstaunt, wie konzentriert sie alles gemacht haben. Doch 20 Kids gleichzeitig zu beschäftigen ist auch schwer gewesen“, sagt Maltry. Im Verhältnis zu einem Lastenfahrrad-Projekt mit 25-jährigen Flüchtlingen im Potsdamer Heim Haeckelstraße gab es mit den Teltower Kindern keine Sprachprobleme. Am 27. Juli wurde die letzte Schraube an dem Rad, das Lasten bis zu 150 Kilo in seinem Behälter aus Polycarbonat tragen kann, fertig gestellt. Bis zu 50 Mädchen und Jungen aus dem Übergangswohnheim waren über drei Tage daran beteiligt.

Benjamin Maltry war als Fahrradbauer vom Potsdamer Werkhaus immer dicht umringt. Quelle: Martin Steger

Ab 1. August soll das Lastenrad mit Spielzeug des Moskitow-Spielmobils des Familienzentrums „Philantow“ beladen werden. „Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter werden damit auch Kinder und deren Familien auf dem Gelände des Übergangswohnheimes besuchen, um mit ihnen abwechslungsreiche und fröhliche Spielnachmittage zu verbringen“, erklärt Philantow-Leiterin Nadine Ganzert. „Und da können sich die Kinder mit ihrem Werk dann gut identifizieren.“

Das Rad ist viel wendiger als das große Auto-Mobil, mit dem in den letzten drei Ferienwochen wieder auf sechs Teltower Spielplätze getourt wird. „Und für das Rad braucht niemand einen Führerschein.“ Ganzert kann es also getrost auch mal der Mädchenzukunftswerkstatt leihen.

Das Projekt wurde über den Mitarbeiterfonds der Gasag AG und Geld aus dem Sozialraumbudget des Landkreises Potsdam-Mittelmark ermöglicht. Die Gasag-Mitarbeiterin und Teltowerin Isabella Bertram hatte es in ihrem Betrieb vorgeschlagen. Dessen Mitarbeiter fördern mit eigenen Spenden jährlich soziale Projekte; eingereicht werden immer bis zu 20, berichtet die junge Mutter, die mit ihrem zweiten Kind in der Elternzeit ist und mit dem ersten „das tolle Angebot vom Philantow kennengelernt hatte“.

Das Team vom Werkhaus Potsdam hat bereits Erfahrungen im Lastenradbau. Zehn solcher Teile mit zwei oder drei Rädern sind entstanden und zum Beispiel im Babelsberger Kulturzentrum Freiland im Einsatz, in der Flüchtlingsunterkunft Potsdam-Pirschheide und in der Potsdamer Da-Vinci-Schule, so Maltry. Rund 1500 Euro kostet ein dreirädriges Gefährt, wie es in Teltow entstanden ist.

Insgesamt zehn Lastenfahrräder haben Benjamin Maltry und seine Vereinsfreunde im Werkhaus schon mit anderen Beteiligten gebaut. Quelle: Martin Steger

Von Claudia Krause

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