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Fördergeld im Fläming gefragter denn je

Jugendarbeit Fördergeld im Fläming gefragter denn je

Der Lokale Aktionsplan „Hoher Fläming“ ist gefragter denn je. Zur Jahresmitte ist das 240.000 Euro umfassende Budget für aktive und kreative Projekte wie interkulturelle Zirkusworkshops weitgehend ausgeschöpft. Immerhin: Die Koordinierungsstelle ist ab sofort besser ausgestattet und verbreitet Hoffnung für 2017.

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Jüngstes Miteinander: der Zirkus-Workshop in der Begegnungsstätte „Trollberg“ in Bad Belzig.

Quelle: Barbara Keller

Bad Belzig. Hand in Hand für das Gemeinwohl: Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Kuhlowitz/Preußnitz wird demnächst einen Anhänger für seine Zwecke aufbauen und ausstatten. In der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ gab es einmal mehr die Druckwerkstatt, die nicht nur Flüchtlingskindern den Umgang mit Schrift und Sprache erleichtert. Allein in der Begegnungsstätte „Trollberg“ in Bad Belzig gibt es ein ebenfalls breites Spektrum an Aktiv- und Kreativangeboten, die allesamt mit Fördergeld nach dem Lokalen Aktionsplan „Hoher Fläming“ unterstützt wurden und werden.

Nicht von ungefähr ist als das von Bund und Kreis Potsdam-Mittelmark gemeinsam gespeiste 240 000-Euro-Budget des Aktionsfonds für 2015 bereits zur Jahresmitte erschöpft. „Das heißt allerdings nicht, dass jetzt Ruhe einkehrt“, sagt Florian Görner. „Sondern es sind einige Projekte noch in Gange oder beginnen erst.“. Angestellt bei der Stiftung SPI Walter May und ansässig im Jugendfreizeitzentrum Pogo, ist er seit dem vorigen Sommer der hiesige Koordinator für die hauptsächlich aus dem Pogramm „Demokratie leben“ geförderten Aktivitäten. „Offenkundig ist die Geldquelle hier sehr gut bekannt“, lautet ein Fazit des 28-Jährigen.

Darüber hinaus zeichne sich wie vielerorts eine erhöhte Nachfrage ab. Gerade vor dem Hintergrund des Zustroms von Flüchtlingen und einiger rechtsextremer Vorfälle zu Jahresbeginn seien vielfältige Initiativen entstanden, die unterstützt werden sollten. Die Palette reicht von Begegnung und Bildung bis Kultur und Sport. Rund 100 Millionen Euro will Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD) für solche Zwecke ab nächstes Jahr bereit stellen. Bleibt noch abzuwarten, was davon im Hohen Fläming ankommt.

Begleitausschuss entscheidet

Alljährlich haben Vereine und Initiativen aus den fünf Fläming-Kommunen die Chance, für Aktivitäten, die das soziale Miteinander vor Ort stärken, eine Förderung zu erhalten. Aktuell aber nur noch Reste für Coaching und Gemeinschaftsarbeit

Vor Antragstellung ist Beratung möglich. Die Entscheidung fällt der sogenannte Begleitausschuss. Ihm gehören jeweils ein Verwaltungsvertreter pro Kommune sowie zwei Personen der Zivilgesellschaft an.

info Auskünfte bei der Koordinierungsstelle in Bad Belzig, Jugendfreizeitzentrum Pogo, Berliner Straße 4, (03 38 41) 79 86 73.

„Wo wir nicht handeln, handeln andere“, lautet seit 2007 hierzulande die Devise. Die Städte Bad Belzig und Treuenbrietzen, die Ämter Brück und Niemegk sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark sind in einem Netzwerk vereint.

Anfangs standen 100 000 Euro bereit, um unter wechselndem Motto zu fördern, was junge Leute in ihrer Heimat hält, sie zu sinnvoller Freizeitgestaltung und bestenfalls demokratischer Mitwirkung animiert. Ungeachtet der augenscheinlichen Erfolge der Prävention war zuletzt immer wieder der Rotstift angesetzt worden. Um zumindest die steigende Antragsbürokratie bewältigen zu können, wurde der Sach- und Personalkostenfonds der Koordinierungsstelle von 25 000 auf 40 000 Euro aufgestockt. Von dort kommt nunmehr der Hinweis, dass es immerhin noch Geld aus den je 5000 Euro umfassenden Budgets für Coaching und Konfliktbewältigung bzw. für Öffentlichkeitsarbeit, Teilhabe und Vernetzung gibt. „Wahlweise Faltblätter drucken oder eine gemeinsame Veranstaltung von Feuerwehr- und Sportverein könnten noch bedacht werden“, bestätigt Florian Görner.

Nicht gelungen ist seiner Einschätzung nach, die (politische) Mitwirkung von Jugendlichen an der Entwicklung in der Region zu sichern. Dazu soll aber zügig ein neuer Versuch gestartet werden.

Von René Gaffron

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