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Futtermittelbetrieb öffnet sich Besuchern

Beelitz Futtermittelbetrieb öffnet sich Besuchern

Bei einem Sicherheitstag am Samstag, dem 29. April, will der Futtermittelhersteller ForFarmers in Beelitz sein Konzept zur Erhaltung der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit seiner Belegschaft am Arbeitsplatz öffentlich vorstellen. In dem Betrieb wurde im vergangenen Jahr eine sogenannte Risikobewertung für jeden Arbeitsplatz eingeführt.

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Der Futtermittelhersteller ForFarmers hat im Gewerbegebiet Beelitz-Süd einen Produktionsstandort. Dort befindet sich auch die Zentrale für den Bereich Ostdeutschland des Unternehmens.

Quelle: ForFarmers

Beelitz. Mit einer konzernweiten Kampagne will der international agierende niederländische Futtermittelhersteller ForFarmers nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch deren Familien und Freunde mehr für das Thema Sicherheit und Gesundheit im Arbeitsalltag gewinnen. „Bisher haben wir immer nur mit unseren Betriebsangehörigen in der Firma darüber gesprochen. Doch in den Familien und unter Freunden wird ebenfalls viel über die Arbeit diskutiert. Darum gehört das Thema auch dorthin“, sagt Geschäftsführer Gijsbert van Winkoop von ForFarmers in Beelitz. Im Gewerbegebiet Süd befindet sich die Zentrale für Ostdeutschland sowie ein Produktionsstandort des Unternehmens.

Wenn man schon eine längere Zeit weitestgehend dieselbe Arbeit verrichtet, schleicht sich Routine ein, die nachlässig machen kann, warnt van Winkoop. Aus einer gefährlichen Selbstsicherheit heraus werden Risiken nicht richtig eingeschätzt und in der täglichen Arbeit überspielt. Um das zu verhindern, hat er seinen Mitarbeitern schon im vorigen Jahr ein Handbuch des Konzerns mit Gesundheits- und Sicherheitshinweisen nach Hause geschickt und in Beelitz eine so genannte Dynamische Risikobewertung eingeführt.

Vor ihrer Arbeitsaufnahme sollen die Angestellten fünf Schritte durchgehen, die erst einmal selbstverständlich klingen, aber das Bewusstsein für Gefahren vor und während der Arbeit schärfen sollen. Die Checkliste beginnt mit der Betrachtung und Analyse der Arbeitsaufgabe und des -umfeldes, fordert zum Erkennen möglicher Gefahren und zur Kontrolle während des Arbeitsablaufes auf und endet mit der Meldepflicht von Gefahren an den Vorgesetzten, selbst wenn sie beherrschbar erscheinen. „Null Arbeitsunfälle“, lautet das selbstgestellte Ziel des Geschäftsführers. Wer erkrankt oder verunglückt, steht der Produktion vorübergehend nicht zur Verfügung. „Das gilt nicht nur für unsere Produktionsarbeiter in Beelitz, sondern auch für die Angestellten im Außendienst, die auf die Bauernhöfe und in die Stallanlagen fahren, sowie für unsere Lastwagenfahrer“, stellt van Winkoop klar. In den Büros liegen Bögen aus, auf denen die Betriebsangehörigen mit Angabe des Namens, des Datums, des Ortes und der Abteilung erkannte Gefahren und erste selbst eingeleitete Sicherungsmaßnahmen melden können.

Sein System zur Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit seiner Mitarbeiter will der Beelitzer Betrieb bei einem öffentlichen Sicherheitstag am Samstag, dem 29. April, den Angehörigen der Mitarbeiter und weiteren interessierten Besuchern vorstellen – ein Jahr nach dem tragischen Unfall, bei dem im April 2016 ein 47-jähriger Angestellter bei Wartungsarbeiten in eine Futtermittelmischanlage geraten und noch vor Ort gestorben war. Noch heute wirkt bei Gijsbert van Winkoop der Schock von damals nach. „Doch nicht deshalb haben wir uns zu dieser Veranstaltung entschlossen. Die Kampagne hatte schon begonnen, als das passierte. Aber das Unglück verpflichtet uns, sich noch intensiver um dieses Thema zu kümmern.“

Zu Beginn der Veranstaltung will van Winkoop auf einer Grünfläche auf dem Betriebsgelände einen Baum zur Erinnerung an seinen verunglückten Mitarbeiter pflanzen. Die Eiche ist schon in einer Baumschule bestellt worden, sagt er. Anschließend werden Mitarbeiter des Untenrehmens die Besucher nach einer kurzen Sicherheitseinweisung in kleinen Gruppen stündlich durch das Unternehmen führen. Dabei wollen sie den Gästen nicht nur die Produktionstechnik und die Betriebsabläufe erklären, sondern auch auf die besonderen Arbeitsschutzmaßnahmen hinweisen. „Als wir unseren Betriebsangehörigen diesen Veranstaltungsablauf vorschlugen, waren sie sofort dabei“, versichert der Geschäftsführer. Vielleicht kann sich ein Besucher nach dem Sicherheitstag dazu entschließen, selbst im Unternehmen zu arbeiten, hofft van Winkoop nebenbei. Einen Schlosser oder einen Finanzkaufmann für die Verwaltung könnte er noch gut brauchen.

Beelitzer Unternehmen hat rund 70 Mitarbeiter

Der Sicherheitstag am Samstag, dem 29. April, beginnt um 10 Uhr.

Die Beelitzer Feuerwehr demonstriert eine Rettung aus einem Unfallauto.

Im Betrieb in Beelitz arbeiten derzeit rund 70 Mitarbeiter.

Im Außendienst besuchen 25 Mitarbeiter Bauernhöfe und Stallanlagen.

Der Konzern hat Produktionsstätten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien.

Von Heinz Helwig

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