Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° bedeckt

Navigation:
Forellenanlage startet im Frühjahr wieder durch

Locktow Forellenanlage startet im Frühjahr wieder durch

Im September musste die Forellenanlage in Locktow aus Personalmangel geschlossen werden. Zum Jahresende verkündet Fischer und Geschäftsführer Michael Müller nun gute Nachrichten für die Anlage mit 50 Becken und mehreren Angelteichen: Nach einer Sanierung soll in Locktow bald wieder geöffnet sein.

Voriger Artikel
Das war das Jahr 2017 im Hohen Fläming
Nächster Artikel
Gemeinde kann nur 18.000 Euro investieren

Michael Müller und seine Mitarbeiter transportieren Störe und andere Fische derzeit von Locktow zum Verkauf an andere Standorte der Fischerei.

Quelle: Victoria Barnack

Locktow. Dieser Tage ist er besonders begehrt: fangfrischer Fisch aus der Region. Bei Michael Müller gehen derzeit vor allem Forellen und Karpfen über die Ladentheke. Dabei musste der Fischereibetreiber vor einigen Wochen fürchten, dass seine Anlage in der Treuenbrietzener Steinmühlenstraße zwischen den Jahren längst Geschichte sein würde.

Treuen Kunden hat er es zu verdanken, dass der Verkauf auch ohne Wasser in den Becken noch rentabel ist. Gute Nachrichten gibt es nun auch vom zweiten Sorgenkind des Geschäftsführers der Binnenfischerei mit Sitz in Niemegk-Werdermühle. „Mit der Anlage in Locktow wollen wir 2018 wieder in Betrieb gehen“, sagt Michael Müller.

Im September hatten er und Geschäftspartner Reinhard Freydank den 37 Jahre alten Standort mit 50 Becken und mehreren Angelteichen schließen müssen. „Ursprünglich lag das an der personellen Situation“, berichtet Müller. Um die mehreren Tonnen Fisch in Locktow zu versorgen, fehlten dem Betrieb die Arbeitskräfte. Dass bald darauf auch die Anlage in Treuenbrietzen wegen Sturmschäden am Nieplitzdamm dicht gemacht werden musste, konnten die Unternehmer damals nicht ahnen. „Hätten wir das gewusst, hätten wir sicher anders kalkuliert“, sagt Michael Müller.

Dass die Fische aus Treuenbrietzen einfach in Locktow hätten untergebracht werden können, heißt das allerdings nicht. Locktow bietet – weil etwa viermal so groß wie die Anlage in Treuenbrietzen – zwar reichlich Platz, aber die jungen Fische würden dort nicht überleben, erläutert Müller und spricht vom sogenannten „seuchenbiologischen Gleichgewicht“. Er erklärt: „Fische sollten in dem Gewässer bleiben, in dem sie aufgewachsen sind.“ Müller und Freydank ziehen ihre Forellen in einer Anlage an der Nieplitz nahe Frohnsdorf groß. Locktow wiederum liegt an der Plane.

„Wie wir mit dem Objekt weiter verfahren, müssen wir uns Anfang 2018 genau überlegen“, sagt Michael Müller nun. Eines ist jedoch klar: Langfristig soll die Forellenanlage in Locktow wieder so laufen wie vor einigen Jahren. 50 Tonnen Fisch schwammen in den besten Zeiten in den Becken. „Jetzt sind es noch knapp eine Tonne“, berichtet Michael Müller. Denn der Fischer will die Anlage trocken legen. „Nur so können wir die nötigen Sanierungsarbeiten durchführen“, sagt er. Dabei ginge es hauptsächlich um routinemäßige Wartungsarbeiten an den Becken, die alle paar Jahre durchgeführt werden müssen. Danach will der Fischer klären, welche Arten künftig in Locktow schwimmen und vermarktet werden.

Geplant wird allerdings erst nach dem Silvestergeschäft. Dafür transportiert Michael Müller gemeinsam mit seinen Mitarbeitern täglich Fisch von Locktow nach Treuenbrietzen. Denn trotz leerer Becken läuft der Verkauf in der Steinmühlenstraße weiter. Um genügend Fisch vor Ort zu haben, hat Müller seine Kunden gebeten, telefonisch vorzubestellen. „Das Telefon steht nicht mehr still“, sagt er.

Weil zahlreiche Kunden von seiner Situation erfahren haben, gehört zum normalen Tagesgeschäft nun auch der Informationsaustausch – mit viel positivem Rückhalt für den Fischer. „Dass sich die Leute für unser Problem interessieren, ist eine angenehme Erfahrung“, sagt Müller und will deshalb auch im Januar in Treuenbrietzen weiterhin Fisch verkaufen.

In der Steinmühlenstraße in Treuenbrietzen wird am Samstag von 8 bis 14 Uhr und am Sonntag von 8 bis 12 Uhr Fisch verkauft. Auch die Standorte in Niemegk-Werdermühle, Gottow-Unterhammer, Blankensee und Seddin sind bis Silvester geöffnet.

Von Victoria Barnack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg