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Frau (62) droht Explosion in der Altstadt an

Treuenbrietzen Frau (62) droht Explosion in der Altstadt an

Angst und Unruhe verbreitet hat eine angedrohte Explosionsgefahr am Freitagmittag in der Altstadt von Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark). Ein Großaufgebot von Rettungsdienst, Feuerwehren und Polizei rückt in die Kietzstraße an. Grund für den Einsatz ist ein persönliches Schicksal einer 62-Jährigen Hausbewohnerin.

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In der Treuenbrietzener Kietzstraße drohten Hausbewohnerinnen am Freitagmittag mit einer Explosion.

Quelle: Julian Stähle

Treuenbriezen. Nach einer von einer Hausbewohnern telefonisch angedrohten Explosion ist ein Großaufgebot an Rettungskräften am Freitagmittag in die Kietzstraße 30 in Treuenbrietzen angerückt.

Gegenüber der Rettungsleitstelle in Brandenburg an der Havel hatte eine 62 Jahre alte und offenbar verwirrte Frau angekündigt, in ihrem gemeinsam mit einer Mitbewohnerin genutzten Haus mit Hilfe einer Sauerstoffanlage eine Explosion oder einen Brand herbeiführen zu wollen. Vor Ort fanden die alarmierten Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst sowie Feuerwehr gegen 13 Uhr jedoch keine Hinweise zur Vorbereitung dieser Tat vor. „Unsere Messungen mit Spezialgeräten ergaben im Haus keine erhöhten Konzentrationen von Gasen oder Ähnlichem“, sagt Einsatzleiter Olaf Fetz von der Feuerwehr Treuenbrietzen. Auch das medizinisch genutzte Sauerstoffgerät, das aus gesundheitlichen Gründen zur Atmungshilfe eingesetzt wird, war unbeschädigt. Das stellten Experten fest.

Aufgrund der Alarmierung für einen großen Gebäudebrand mit Explosionsgefahr waren zahlreiche Kräfte auch der Ortswehren Bardenitz, Frohnsdorf und Marzahna ausgerückt. Nach Klärung der Lage konnte der Einsatz für die Brandschützer jedoch innerhalb von 20 Minuten wieder beendet werden.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rollte in Kietzstraße und Neuer Marktstraße vor

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rollte in Kietzstraße und Neuer Marktstraße vor.

Quelle: Julian Stähle

Ein Notarzt veranlasste indes für die 62-Jährige Hausbewohnerin aufgrund ihres stark verwirrten Zustandes umgehend ein Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik. Das bestätigt Oliver Bergholz, Sprecher der Polizeidirektion West, gegenüber der MAZ.

In der Nachbarschaft hatte die vermeintliche Explosionsmeldung schnell für Unruhe und Angst gesorgt. Viele Bewohner waren auf die Straße geeilt. „Sauerstoff an sich ist zwar keine explosives Gas, er kann jedoch im Zusammenhang mit anderen Substanzen durchaus als Brandförderer eingesetzt werden“, erklärt Feuerwehrchef Olaf Fetz.

Ein ähnlicher Fall hatte sich zu Jahresbeginn in Neuendorf bei Brück ereignet. Am 24. Januar waren Polizeibeamte dorthin gerufen worden, um die Zwangsvollstreckung zu unterstützen. Ein 60-jähriger Hausbewohner weigerte sich damals, eine Gerichtsvollzieherin ins Haus zu lassen.

Er drohte mit der Entzündung von Gasflaschen und Benzinkanistern. Polizeibeamte versuchten, mit dem Mann zu reden und bemerkten dabei eine hinter der Tür gelagerte Gasflasche sowie Benzinkanister. Nach kurzer Zeit gelang es den Beamten, den 60-Jährigen zu überreden, von seinem Tun abzulassen und das Haus friedlich zu verlassen.

Von Thomas Wachs

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