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Potsdam-Mittelmark Freibad Kleinmachnow muss Becken sperren
Lokales Potsdam-Mittelmark Freibad Kleinmachnow muss Becken sperren
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00:39 13.06.2014
Quelle: Konstanze Wild
Potsdam

Es war das heißeste Pfingstwochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Doch im großen Sportbecken des in der Region beliebten Freibades Kiebitzberge in Kleinmachnow herrschte an den Feiertagen Ebbe. Grund sind gleich zwei Rohrbrüche, die das Schwimmbad teilweise lahm legten.

Mittlerweile sind die Arbeiten an den maroden Stahlrohren abgeschlossen, das Schwimmmeisterhäuschen, das zeitweise im aufgeweichten Erdreich abzustürzen drohte, ist gesichert. Doch bis die nötigen 2,2 Millionen Liter Wasser wieder eingelassen sind, vergehen noch weitere zwei Tage. "Am Freitag können wir das Schwimmerbecken voraussichtlich wieder in Betrieb nehmen", sagt Markus Schmidt, seit Oktober Geschäftsführer der im vergangenen Jahr neu gegründeten Freibadgesellschaft Kiebitzberge gmbH.

Trotz der Havarie tummelten sich am Pfingstmontag bei Hitzerekorden jenseits der 30 Grad rund 3500 Badegäste auf den weitläufigen Liegewiesen unter hohen Bäumen. Im verbliebenen Nichtschwimmerbecken, das von der Havarie verschont blieb, herrschte Hochbetrieb. Hier können bei 1.40 Meter Tiefe auch die Frühschwimmer wie gewohnt ihre Bahnen ziehen. Traditionell pilgern bei schönem Badewetter nicht nur Gäste aus Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf  in Scharen in die "Kiebitzberge" am Teltowkanal, sondern auch hunderte Badelustige aus dem Südwesten Berlins und aus Potsdam.

"Wir hatten Glück im Unglück", berichtet Schmidt. Die Havarie zum Saisonauftakt zeige aber deutlich, dass die Sanierung längst überfällig ist. Jahrelang hatten Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf um die Sanierung des 1976 eröffneten Freibads gerungen. Umstritten war die gemeinsame Betriebsform und die anteilige Finanzierung durch die drei benachbarten Kommunen. Nach der Saison, im Oktober, soll Baustart sein. Rund 1,5 Millionen Euro fließen in die Sanierung von drei Bestandsgebäuden; neue Sanitäranlagen und eine Sauna- und Wellnesslandschaft entstehen. In den beiden darauffolgenden Jahren werden Nichtschwimmer- und Sportbecken saniert.

Vorziehen könne man die Arbeiten trotz der jüngsten Havarie aufgrund der Planung und Ausschreibungsfristen jedoch nicht, sagt Schmidt. Geborsten war das erste Rohr bereits am 31. Mai. Nach der Reparatur floss bereits wieder Wasser ins Sportbecken, als die Kleinmachnower Baufirma einen weiteren Schaden am Rohrsystem zur Filteranlage entdeckte. Das Erdreich neben dem Häuschen des Schwimmmeisters war unterdessen derart aufgeweicht, dass die Hütte abzurutschen drohte. Jetzt ist sie mit Stahlplatten gesichert. Neues Erdreich wird an der Schadensstelle verdichtet.

Das Freibad Kiebitzberge

  • Eröffnet wurde das Freibad Kiebitzberge in Kleinmachnow 1976. Die Freibad Kiebitzberge GmbH gründete sich im April 2013. Am 1. Oktober 2013 wurde Markus Schmidt Geschäftsführer.
  • Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow betreiben das Bad gemeinsam als Gesellschafter einer Besitz- und Betriebsgesellschaft in Form einer GmbH. Kleinmachnow hält 49,8 Prozent, Teltow 30,2 Prozent und Stahnsdorf 20 Prozent der Anteile.
  • Liegewiesen und Spielbereich sind weitläufig, insgesamt beträgt die Fläche 30.000 Quadratmeter. Es gibt ein Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahnen, einen großen Nichtschwimmerbereich sowie ein neues Planschbecken. In der Saison 2013 kamen bis zu 90.000 Besucher.
  • Im Oktober soll Baustart sein für die Sanierung der Häuser A, B und C. Sie beherbergen künftig größere Verwaltungsräume, die ansässige Tauchschule, Sanitäranlagen sowie eine neue Saunalandschaft mit einer kleinen Gastronomie und Außenterrasse.

Von Konstanze Wild

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