Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Freizeitpark statt Wasserfall
Lokales Potsdam-Mittelmark Freizeitpark statt Wasserfall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:33 28.08.2015
Der alte Mühlenteich soll neu entstehen. Auf dem kleinen See sollen zur Gartenschau auch Gondelfahrten angeboten werden. Quelle: plancontext
Anzeige
Beelitz

Die Stadt Beelitz hat ihr Konzept für die Bewerbung zur Landesgartenschau (Laga) 2019 noch einmal gründlich überarbeitet. Sie plant nicht mehr mit zwei Hauptstandorten, die Konzentration liegt nun auf einem Besuchergelände im Süden der Altstadt, wo der „Park am Mühlenfließ“ zum eintrittspflichtigen Kernbereich avanciert. Nicht mehr im Programm ist der Wasserfall, der am Wasserturm geplant war. Am alten Gemäuer die Fluten in die Tiefe stürzen zu lassen, erwies sich als zu teuer und aufwendig, hieß es. Der Park am Wasserturm, der einer von zwei Hauptstandorten werden sollte, bleibt Bestandteil, aber nicht mehr als eingezäunter Bereich. Neu ist der Freizeitpark, der das Freibad mit einbindet. Im Park erwartet Besucher etwa ein Pool-Party-Bereich, Freizeitgärten, Streuobstwiese und ein grünes Klassenzimmer. Zugleich wird mit der Einbindung des Freibads, das ohnehin saniert werden muss, die Chance ergriffen, die Frischekur mit Laga-Geld vorzunehmen.

Wie ein Insekt soll der Laga-Gast über die Bullenwiesen schweben – in einer 1700 Meter langen Sesselbahn. Landschaftsplaner Christian Loderer vom Büro plancontext, der das Konzept am Donnerstag den Stadtverordneten vorstellte, sprach vom „Hummelflug“ über die Wiesen, auf denen auch Rinder und Pferde weiden. Wiederbelebt wird das Mühlenfließ und der Mühlenteich, auf dem Gondelfahrten möglich sind. Aus dem Gelände des früheren Klärwerks soll das Festspielareal werden – unter Einbeziehung der Klärbecken. Das große Becken wollen die Beelitzer in ein Amphitheater verwandeln, das kleine in eine Orangerie.

Die Altstadt soll noch stärker mit von der Partie sein. Geplant ist zur Laga etwa ein täglicher Regionalmarkt rund um die Kirche. Im Laga-Investitionsplan sind auch 440 000 Euro für die Sanierung des Gotteshauses eingeplant.

Die Stadt rechnet mit einem Investitionsvolumen von 14,8 Millionen Euro. Ursprünglich war von zwölf Millionen die Rede. Ein neuer Posten ist die Freibad-Sanierung, die 2,2 Millionen Euro kostet. Kalkuliert wird mit einem Förderanteil von 11,8 Millionen, die Stadt müsste also drei Millionen tragen.

Anvisiert wird, gut 400 000 Einzelkarten und 5000 Dauerkarten zu verkaufen. Loderer sprach von einer konservativen Schätzung. Trifft sie zu, muss die Stadt 1,5 Millionen Euro für die Durchführung der Gartenschau zuschießen. Jede Karte, die mehr verkauft wird, lässt den Zuschuss schrumpfen. „Wir haben für die Durchführung mehr Geld eingeplant, weil wir die Leute optisch verwöhnen wollen und während der Laga regelmäßig neu gepflanzt wird“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth der MAZ. Die 140 Seiten dicke Bewerbung übergibt er am Montag im Landwirtschaftsministerium in Potsdam. Bis Januar 2016 fällt die Entscheidung, wer die Laga 2019 ausrichtet. Neben Beelitz bewerben sich Spremberg und Wittstock. Die Beelitzer Stadtverordneten stimmten am Donnerstag mit großer Mehrheit für die Laga-Bewerbung und das Konzept. Es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung aus der GFT-Fraktion. GFT-Fraktionschef Gerhard Thiele befürchtet, dass die Investitions- und Folgekosten für die Laga die Stadt überfordern.

Der Landkreis bescheinigt Beelitz eine ausreichende Finanzkraft.

Von Jens Steglich

Die Aktiva-Werkstätten-GmbH, Tochter des Oberlinhauses Potsdam, will nicht länger Betreiber des Burghotels Bad Belzig sein. Das als Integrationsbetrieb geführte 30-Zimmer-Haus habe keine wirtschaftliche Stabilität erreicht, heißt es in einer Vorlage für die Stadtväter. Sie sollen Montag hinter verschlossen Türen entscheiden, ob der Mietvertrag aufgelöst werden kann.

31.08.2015
Potsdam Potsdams Rathaus legt „Park+Ride“-Konzept vor - Neue Angebote zum Parken und Umsteigen

Die Landeshauptstadt will den Autoverkehr drastisch reduzieren. Ein wichtiger Anteil kommt dem Ausbau von Möglichkeiten zum Parken und Umsteigen in den öffentlichen Nahverkehr zu. Vorhandene Möglichkeiten am Stadtrand und in den Nachbargemeinden sollen ausgebaut und ergänzt werden. Das Konzept dazu wird den Stadtverordneten am 9. September vorgestellt.

31.08.2015
Potsdam-Mittelmark Heide Sagelsdorff ist eine treue Leserin - „Nicht ohne meine Märkische“

Immer auf dem aktuellen Stand: Heide Sagelsdorff (72) ist Teltowerin. Seit 50 Jahren wohnt sie dort – und sie bekommt jeden Tag die MAZ. Die liest sie übrigens schon 50 Jahre und erinnert sich genau, dass die Regionalzeitung damals noch Märkische Volksstimme hieß.

28.08.2015
Anzeige