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Friedensbekenntnis auf dem Wege

Bad Belzig Friedensbekenntnis auf dem Wege

In Bad Belzig sollen die Stadtverordneten eine Resolution für den Frieden beschließen. Das werden die Linken – wie schon vielerorts – beantragen. Dass es nötig sei, hat Hans-Peter Jung bekräftigt. Der Senior engagiert sich seit Jahren in der Bewegung der Ärzte für die Verhinderung des Atomkriegs, warnt vor Gefahren weltweit und Sorglosigkeit vor Ort.

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Jahrelang engagiert in der Bewegung der Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs: Hans-Peter Jung aus Brandenburg Havel.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Das Stadtverordnetenversammlung soll voraussichtlich in der September-Sitzung ein Bekenntnis für den Frieden ablegen. Das will die Fraktion der Linken – wie schon vielerorts – beantragen. So hat es die Vorsitzende Angela Heyer am Montagabend bestätigt. Mit einer Standard-Resolution – angeregt im Dezember beim Parteitag des Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark in Bad Belzig – wollen Lokalpolitiker dann über den Städte- und Gemeindebund ihren politischen Willen gegenüber der Bundesregierung bekunden.

Dass es nötiger denn je sei, hat Hans-Peter Jung aus Brandenburg/Havel bestätigt. Er engagiert sich schon seit Mitte der 80er-Jahre in der Internationalen Bewegung der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges. Dabei verwies der Senior auf den laufenden Einsatz von Uranmunition in Syrien und Irak. Der radioaktive Niederschlag werde letztlich zur Gefahr überall auf der Erde, so der pensionierte Mediziner. Nicht zu vergessen rund 18 000 atomarer Sprengköpfer, die seines Wissens nach weltweit gelagert sind und zahlreicher Tests.

Anlass war der 72. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagaski. Alljährlich gibt es dazu Aktionen zum Gedenken in der Kur- und Kreisstadt – Kerzen auf dem Stadionteich oder Kraniche in der Stolpe-Linde am Rathaus. Dieses Mal war es ein mit knapp 20 Teilnehmern vergleichsweise wenig besuchtes Forum im Bürgerhaus, in dem freilich genau eine heutzutage herrschende gewisse Sorglosigkeit gegenüber der atomaren Gefahr beklagt wurde.

„Wider die internationalen vertraglichen Vereinbarungen werden Nuklearwaffen nicht nur gelagert, sondern sogar aufgerüstet“, erklärte Bernd Lachmann. Der stellvertretende Kreisparteichef präsentierte einerseits Recherchen, dass die Bundesregierung ihre Abrüstungsversprechen gebrochen habe. Andererseits betonte er: „Wir thematisieren es jetzt nicht nur, weil gerade Bundestagswahlkampf ist, sondern weil es um die Grundlage des Lebens allgemein und damit der Daseinsvorsorge in den Kommunen geht.“

„Ich war mein Leben lang parteilos“, unterstrich Hans-Peter Jung. „Wenn es aber um diese Sache geht, sind die Linken allemal meine Mitstreiter“, so der 81-Jährige. Er selbst jedenfalls will sich ebenfalls weiter für den Frieden engagieren.

Von René Gaffron

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