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Friedenstauben am Bad Belziger Himmel

Fest zum Weltfriedenstag Friedenstauben am Bad Belziger Himmel

Linke, Grüne und die evangelische Kirche feiern ein gemeinsames Fest zum Weltfriedenstag – klingt ungewöhnlich, ist in Bad Belzig für die Beteiligten aber keine große Sache. Sie hoffen, damit eine Tradition zu begründen.

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Lara und Jan Eckhoff lassen Friedenstauben steigen.

Quelle: Saskia Kirf

Bad Belzig. Linke, Grüne und die evangelische Kirche haben anlässlich des Weltfriedenstags ein gemeinsames Friedensfest gefeiert. „Für mich als Christ ist das eine ganz logische Zusammenarbeit“, kommentiert Jan Eckhoff, der Bürgermeisterkandidat der Linken die Kombination. Das sieht auch Pfarrer Matthias Stephan so: „Wenn es um Frieden geht, dann finde ich nichts ungewöhnliches daran.“

Rund 30 Gäste folgten der Einladung, sie konnten am Freitag bei strahlendem Sonnenschein Kuchen und Musik an der Marienkirche genießen, Friedenstauben basteln und Wünsche zum Gedenktag darauf notieren.

Friedenslieder – aber ohne Nicole

Für die passende Begleitung sorgte der 17-jährige Hannes Gantzkow. Der Bad Belziger hatte eigens ein Repertoire an Friedensliedern einstudiert. „Aber nicht sowas wie ’Ein bisschen Frieden von Nicole“, sagt er. Stattdessen sang er das Lied der Moorsoldaten und einen Song der Band Rise Against – zeitgemäßes Gedenken. „Mir ist es wichtig, hier dabei zu sein“, sagt der Schüler, „weil bei den vielen Konflikten auf der Welt die Rückbesinnung auf friedliche Lösungen und diplomatische Wege im Mittelpunkt stehen muss.“

Ruth Koschel, die sich in der evangelischen Gemeinde und in der Arbeit mit Flüchtlingen engagiert, findet es „toll, dass die Linke und die Kirche etwas zusammen machen.“ Sie hofft, dass sich diese Zusammenarbeit fortsetzt.

„Grenzen beginnen im Kopf“

Jan Eckhoff und Matthias Stephan haben nichts dagegen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Nachmittag erst der Anfang ist“, heißt es vom Pfarrer. Und Eckhoff ergänzt: „Grenzen beginnen im Kopf, Kriege beginnen an Grenzen. Wir müssen alle zusammen dafür sorgen, dass Grenzen abgebaut werden.“

Gemeinsam mit seiner 11-jährigen Tochter Lara ließ er schließlich 15 weiße Friedenstauben in den Bad Belziger Spätsommerhimmel steigen. „Seit Picasso sind das die bekanntesten Friedenssymbole“, sagt ihr Züchter Klaus Tragmann aus Dippmannsdorf, „schön, dass sie hier fliegen können.“

Von Saskia Kirf

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