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Potsdam-Mittelmark Stiftung Naturlandschaften mit neuem Vorsitzenden
Lokales Potsdam-Mittelmark Stiftung Naturlandschaften mit neuem Vorsitzenden
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19:23 26.07.2018
Der Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Andreas Meißner (l.), und der Vorsitzender des Stiftungsrates, Christof Schenck, verabschieden den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Hubertus Meckelmann (Mitte). Quelle: Foto: Axel Steffen/SNLB
Potsdam

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Hubertus Meckelmann geht in den Ruhestand und übergibt knapp 13.000 Hektar Flächen an seinen bisherigen Stellvertreter Friedrich-Wilhelm Ulmke. Meckelmann saß dem Vorstand der „Wildnisstiftung“ seit der Gründung im Jahr 2000 vor und war maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt.

Die gemeinnützige Einrichtung besitzt heute vier große Flächen im Land Brandenburg: Den größten Teil bilden knapp 7200 Hektar des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Jüterbog, hinzu kommen weitere 1200 Hektar des benachbarten Gebiets „Heidehof“ sowie 3150 Hektar in der Lieberoser Heide und 650 Hektar nahe Tangersdorf im Norden Brandenburgs. Ziel der Stiftung ist die Sicherung der ehemals militärisch genutzten Areale zugunsten des Naturschutzes.

Friedrich-Wilhelm Ulmke ist der neue Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Quelle: SNLB

Hubertus Meckelmann wurde 1953 in Perleberg geboren und galt nach der Wende als einer der ersten Naturschutzakteure im Land Brandenburg, die sich konsequent für den Schutz von Wildnisgebieten einsetzten. Mit viel Leidenschaft und diplomatischem Gespür habe er wertvolle Partner und Förderer für die Stiftung gewonnen und große Verdienste in Bezug auf die Erweiterung der Flächen sowie die Einbeziehung angrenzender Grundstücke, teilte die Stiftung mit.

Naturparkleiter und Mitarbeiter im Umweltministerium

Von 1997 bis 2013 leitete Meckelmann parallel zur landesweit agierenden Stiftung auch den Naturpark Nuthe-Nieplitz. Das Gebiet erstreckt sich von der Stadtgrenze Jüterbogs im Süden über weite Teile Potsdam-Mittelmarks bis westlich von Ludwigsfelde. Meckelmann war in dieser Zeit federführend für den Ausbau des Besucherzentrums „Glauer Tal“ bei Trebbin verantwortlich.

Vor seiner Tätigkeit als Naturparkleiter arbeitete er unter anderen im brandenburgischen Umweltministerium. Im Naturpark und auf den Stiftungsflächen realisierte er zahlreiche Managementmaßnahmen, Biotopverbundprojekte und Naturerlebnisangebote.

Auf den Stiftungsflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Jüterbog finden inzwischen regelmäßig Wanderungen statt. Quelle: SNLB

Der neue Vorsitzende der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Friedrich-Wilhelm Ulmke, gehört dem Vorstand bereits seit mehreren Jahren an. „Wir arbeiten mit hohem Einsatz an der Ausweitung und Sicherung der Wildnis und haben bereits viele Erfolge erzielt“, sagt er. „Dennoch ist es ein weiter Weg, das Wildnisziel zu erreichen und der Natur zwei Prozent Deutschlands zurückzugeben.“

Er wolle dabei vor allem auf starke Partnerschaften und einen steten Diskurs mit den verschiedenen Interessensgruppen setzen, erklärt Ulmke.

Aufgaben für die Zukunft: Finanzierung und Brandschutz

Vor allem die nachhaltige Wildnisfinanzierung ist für ihn ein wichtiges Thema. Hier gehe es nicht nur um Flächenkäufe, sondern um die Finanzierung der laufenden Betreuung und Verwaltung, so Ulmke. Zu den jüngsten Aufgaben der Stiftung gehört nach Waldbränden in Lieberose und derzeit bei Jüterbog die Erweiterung des Waldbrandschutzkonzeptes.

Der gelernte Bankfachwirt Friedrich-Wilhelm Ulmke ist hauptberuflich in der Geschäftsführung der Investitionsbank des Landes Brandenburgs tätig. Seine Expertise als Stiftungs-Vorstandsmitglied der ersten Stunde und im Finanzwesen, werde den Zielen für mehr Wildnis zugute kommen, teilte die Stiftung mit. Sein Stellvertreter wird Michael Brombacher von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Von Victoria Barnack

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