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Potsdam-Mittelmark Frisch sanierte Poststraße ist schon wieder kaputt
Lokales Potsdam-Mittelmark Frisch sanierte Poststraße ist schon wieder kaputt
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06:40 08.02.2018
Es hätte alles so schön sein können: Während der Sanierungsarbeiten herrschte Einigkeit zwischen den Anwohnern der Poststraße und den Bauarbeitern. Jetzt überwiegt der Frust. Quelle: Thomas Wachs
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Niemegk

Die Anwohner der Niemegker Poststraße sind sauer. Kaum waren die dortigen Bauarbeiten abgeschlossen, haben bereits tiefe Reifenspuren den neuen Asphalt geziert. Die Anwohner wollen diese Dellen nicht akzeptieren und haben ihrem Ärger am Dienstagabend bei einer Versammlung im Kulturhaus Luft gemacht.

Wolfgang Ewerth hat Fotos mitgebracht, die den Schaden auf der Straße dokumentieren. „Die Straße war noch gar nicht abgenommen, da war sie schon kaputt. So ein Pfusch ist mir noch nicht untergekommen“, sagt der Niemegker. „Ich hoffe, dass die Firma Zerbe keinen solchen Auftrag mehr bekommt.“ Auch seine Nachbarn sind aufgebracht: „Ich bezahle ein Schweinegeld und dann erwarte ich, dass wir eine ordentliche Straße bekommen.“

Stadt sieht keine Möglichkeit, gegen Zustand vorzugehen

Bürgermeister Hans-Joachim Linthe hat jedoch gleich zu Beginn der Versammlung deutlich gemacht, dass nach Abschluss aller nachträglich gemachten Untersuchungen für die Stadt keine Möglichkeit bestehe, gegen den Zustand der Straße vorzugehen und eine Verbesserung zu erreichen.

„Wir haben eine Bohrkernuntersuchung und eine Ebenheitsmessung durchgeführt“, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Griesbach – und wies darauf hin, dass die Firma Zerbe die Kosten dafür getragen habe und der Stadt somit entgegengekommen sei. „Dabei sind vier Kerne aus dem Asphalt entnommen und durch ein unabhängiges Labor untersucht worden. Die Ergebnisse sind alle im grünen Bereich.“

Kostenminderung ja, Klage gegen Baufirma nein

Die Bohrung gehe einmal komplett durch alle Schichten. Sie lasse Rückschlüsse darüber zu, ob der Asphalt richtig aufgetragen wurde, die Körnung richtig ist und die Dicke der Schichten stimmt. „Demnach hätte sich der Asphalt nicht verformen dürfen“, sagt Griesbach. „Nach zwei Tagen hätte die Straße befahren werden dürfen, es wurde sogar fünf Tage gewartet. Es war auch nicht besonders heiß, trotzdem hat sich der Belag verformt.“

Neben der Bohrkernuntersuchung sei ein Planograph die Straße einmal abgefahren, um Unebenheiten zu finden. Dabei wurde der Toleranzwert um 22 Kubikmillimeter überschritten. „Daher ist ein Abzug bei den Gesamtkosten von rund 700 Euro möglich. Aber es ist unverhältnismäßig, die Firma Zerbe zu verklagen“, so Griesbach.

Anwohner sprechen von faulem Kompromiss

Er hat die Anwohner auch informiert, dass die Gewährleistungsfrist von fünf auf sieben Jahre erhöht werde. „Dann werden wir den Zustand der Straße erneut abnehmen und wenn sich die Werte verschlechtert haben, gucken wir uns das Ganze noch mal unter einem anderen Gesichtspunkt an“, so Griesbach. „Aber Fachleute sagen, dass sich die Dellen mit der Zeit verfahren werden.“

Wolfgang Ewerth hat die Verlängerung der Frist als „faulen Kompromiss“ bezeichnet. „Mit der ganzen Aktion habt ihr euch keine Freunde gemacht“, sagte er an Thomas Griesbach, Friedwart Neue und Joachim Linthe gerichtet. Die haben jedoch ebenfalls mehrfach betont, dass sie mit der Situation nicht glücklich sind. „Wir waren alle entsetzt, haben aber alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, sagte Neue. Die Firma Zerbe Tiefbau wollte sich am Mittwoch gegenüber der MAZ nicht mehr zum Thema Poststraße äußern.

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Von Josephine Mühln

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