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Frostschäden machen dem Spargel zu schaffen

Schwieriger Saisonstart Frostschäden machen dem Spargel zu schaffen

Die zwei alteingesessenen Spargelhöfe im Hohen Fläming könnten bald Konkurrenz bekommen: Neue Flächen bei Mörz sowie Cammer werden gerade erschlossen. Das bedeutet zusätzlichen Druck für Andreas Wittmann in Bardenitz und Sladjana Mitic in Ragösen – macht ihnen und dem Spargel doch auch das kalte Wetter schon zu schaffen.

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Stange für Stange aus den Dämmen geholt: Erntehelfer auf einem Spargelfeld in Ragösen.

Quelle: Andreas Koska

Bardenitz/Ragösen. Die zwei alteingesessenen Spargelhöfe im Hohen Fläming könnten bald Konkurrenz bekommen: Neue Flächen bei Mörz sowie Cammer werden gerade erschlossen. Allerdings wird es dort wohl keinen Direktverkauf geben, so dass Andreas Wittmann in Bardenitz und Sladjana Mitic in Ragösen auch weiterhin die Platzhirsche in Treuenbrietzen und Bad Belzig bleiben werden.

Der in diesem Jahr im März gelegene und damit recht frühe Saisonbeginn betraf die beiden nicht. Andreas Wittmann hat erst am 6. April begonnen zu stechen, Sladjana Mitic noch eine Woche später. Zwar hatten beide ihre Felder mindestens teilweise mit Folien abgedeckt, um die Sonneneinstrahlung in Wärme zu verwandeln, aber die eiskalten Nächte lassen das weiße Gold nicht sprießen. Für Mitic eine Premiere, denn noch im Vorjahr hat sie gänzlich auf eine Abdeckung verzichtet.

Verlust lag bei 80 Prozent

Zwei der 14 von ihr bewirtschafteten Hektar sind abgedeckt. „Die Kälte macht uns einfach zu schaffen, der Frost sorgt nicht nur für verminderten Wachstum sondern auch für Schäden“, berichtet Mitic. So sei in der kalten Nacht vom 19. auf den 20. April der gesamte grüne Spargel hinüber gewesen und der Verlust beim weißen Spargel lag bei 80 Prozent. „Immerhin, so langsam läuft es an und wir können die Gaststätten beliefern. Wir sind Spätzünder, aber die meisten wissen das“, sagt Mitic.

Auch Andreas Wittmann hat Frostschäden zu verzeichnen und die Ernte bewege sich bisher rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Landwirt sieht die Zukunft für den Spargelanbau allgemein eher düster. „Die Preise sind im Keller, ich schaue mir das in diesem und im kommenden Jahr noch an – dann entscheide ich über einen Weiterbetrieb.“ Wittmann glaubt, dass spätestens im nächsten Jahr die ersten Betriebe schließen könnten. „Die Kosten steigen, allein die Personalkosten haben sich seit Einführung des Mindestlohns fast verdoppelt, und die Verkaufspreise sinken. Die Schere geht immer weiter auseinander.“

Spargelbauern hoffen auf besseren Fortlauf der Saison

Bei der Erdbeere hat er schon die Reißleine gezogen und baut in diesem Jahr keine mehr an. „Unterm Strich ist nichts übrig geblieben“, sagt Wittmann. Jetzt hoffen sowohl er als auch Sladjana Mitic auf einen besseren Fortlauf der Saison. „Es war ein schwieriger Start, aber ich habe die Ernte noch nicht abgeschrieben“, sagt Wittmann. Auch Sladjana Mitic hegt Hoffnung. „Zwei Tage Regen und danach 20 Grad und Sonne – dann wird es noch was mit der Ernte.“ Sie führt nebenher ihre Heidelbeerplantage weiter und habe sich so ein zweites Standbein sichern können.

Von Andreas Koska

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