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Potsdam-Mittelmark Früh kümmert sich, wer ein Meister werden will
Lokales Potsdam-Mittelmark Früh kümmert sich, wer ein Meister werden will
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22:12 19.07.2016
Blick in einen Busmotor: Azubi Jonas Michel (r.) zeigt, was man so macht bei einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Quelle: Christel Köster
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Neuseddin

So ändern sich die Zeiten. Vor 15 Jahren suchten junge Leute mitunter vergeblich nach Ausbildungsplätzen. Im Jahr 2016 sind noch 2000 Lehrstellen allein im Arbeitsamtsbezirk Potsdam frei. Der demografische Wandel und der Hang der Jugend, die Universitätskarriere zu bevorzugen, hat die Situation umgekehrt: Jetzt suchen die Betriebe nach Nachwuchs.

Und doch ist eine Gewissheit geblieben: Junge Leute, die einen guten Ausbildungsplatz haben wollen, sollten nicht auf den letzten Drücker auf die Suche gehen, rät Anja Spiegel von der Geschäftsführung der Potsdamer Arbeitsagentur. Jene, die sich frühzeitig kümmern, „sind leider die Ausnahme“, sagt sie. Deshalb startete die Arbeitsagentur jetzt den Aufruf, mit der Ausbildungssuche frühzeitig zu beginnen. Ein paar von den Jugendlichen, die schon in der neunten Klasse die Suche starten, waren am Dienstagnachmittag dabei, als die Arbeitsagentur ins Neuseddiner Gewerbegebiet einlud, wo die „Schönwetter & Co. GmbH“ die Türen öffnete für einen Blick hinter die Kulissen des Betriebs. Das 1902 in Berlin gegründete Familienunternehmen hat seit den 1990er Jahren in Neuseddin seinen Sitz und die Werkstätten für die Reparatur von Lastwagen und Bussen.

Welchen Vorteil es hat, sich zeitig zu kümmern, weiß Jonas Michel. Er lernt Kfz-Mechatroniker in dem Betrieb. Der 18-Jährige aus Beelitz-Heilstätten hatte sich früh geregt und schlug selbst vor, noch vor Lehrbeginn auf Probe zu arbeiten. So konnte er testen, ob die Ausbildung etwas für ihn ist. „Ich war zufrieden, der Betrieb war es auch“, sagt er. Am Dienstag erklärte der Azubi jungen Leuten, die ihre Ausbildungsentscheidung noch vor sich haben, wie man an einem Bus den Ölstand reguliert.

„Das ist der Vorteil, sich rechtzeitig zu kümmern: Es gibt mehr Auswahl an Ausbildungsplätzen und man hat noch ausreichend Zeit, über Praktika zu prüfen, ob es etwas für einen ist“, sagt Frank Lehmann vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Er konnte bei Ortstermin einen anderen Vermittlungserfolg verbuchen. Unter den jungen Leuten, die den Betrieb in Neuseddin besuchten, war der Syrer Majd Shaker, der vor 15 Monaten über die Balkanroute aus dem Bürgerkriegsland nach Deutschland floh. In Syrien fuhr er zuletzt Lkw und suchte nun einen Praktikumsplatz in der Kfz-Branche. Geschäftsführer Kay Neumann-Schönwetter will ihm die Chance geben. Der junge Syrer, der in Potsdam wohnt, Bleiberecht hat und vorm Abschluss eines Deutschkurses steht, kann am 1. September sein Praktikum beginnen.

IT-Bereich steht hoch im Kurs

An den Vorlieben der jungen Leute bei der Berufswahl hat sich zuletzt wenig geändert. Hoch im Kurs stehen Berufe im IT-Bereich und Bürojobs. Auch Berufe wie Kfz-Mechatroniker (Jungs) und Verkäuferin (Mädchen) sind gefragt.

Schwierigkeiten, junge Leute für eine Ausbildung zu finden, haben Bau-, Hotel- und Gaststätten-Betriebe. Auch Bäcker und Fleischer haben es bei der Suche nach Nachwuchs schwer.

Überdies herrscht im Pflege- und Erziehungsbereich Nachwuchsmangel. „Kita-Erzieherinnen werden händeringend gesucht“, sagte Anja Spiegel von der Arbeitsagentur Potsdam.

Von Jens Steglich

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