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Grabschändung bei Murnau wird Thema

Durch den Garten der Toten Grabschändung bei Murnau wird Thema

Der dreiste Diebstahl des Kopfes der Leiche von Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Grab auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf hat für Entsetzen bis nach Amerika gesorgt. Bei der nächsten kulturhistorischen Führung wird auch diese scheußliche Tat Thema sein.

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Die Grabstätte des berühmten Nosferatu-Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau, aus der der Schädel gestohlen wurde, auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf.

Quelle: MAZ/Archiv

Stahnsdorf. Wie an jedem ersten Samstag eines Monats findet auch am 1. August um 11 und um 14 Uhr jeweils ein kunst- und kulturhistorischer Spaziergang über den Südwestkirchhof Stahnsdorf statt. Der über 100 Jahre alte Gottesacker ist wie ein wild romantischer Garten der Toten angelegt. Er lädt Menschen ein, unbeschwert zwischen den Gräbern der 120 Tausend Toten zu flanieren, zu sinnieren und zur Ruhe zu kommen. An den Gräbern berühmter Persönlichkeiten und den monumentalen Grabbauten lassen Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt und Gästeführer Gerhard Petzholtz Geschichte lebendig werden.

Neben den Berichten zum Leben und Wirken der berühmten Toten, werden die Gäste auch über aktuelle Geschehnisse informiert. So wird der Diebstahl des Kopfes von Friedrich Wilhelm Murnau Thema sein. Unbekannte hatten aus der Gruft des Film-Regisseurs, der mit der Dracula-Verfilmung „Nosferatu“ im Jahr 1922 einen der ersten Horrorklassiker schuf, den Schädel gestohlen. Der Diebstahl hatte bis nach New York für Schlagzeilen gesorgt.

2012 war die Ruhestätte des Dichters Gustav Kadelburg (1851-1925) zerstört worden. Damals waren an dem wie ein Theater gestalteten Mausoleum von außen keine Schäden zu sehen. In der Gruft hatten die Täter einen steinernen Schutz aufgehebelt und mit einem Vorschlaghammer den Holzsarg zertrümmert. Der Leichnam lag frei, der Schaden betrug mehrere Tausend Euro. Gustav Kadelburg war Lustspieldichter und Mitautor der Urfassung von „Im Weißen Rössel“.

Olaf Ihlefeldt wird auch dazu und zu den laufenden Restaurierungen der vom Kupferdiebstahl beschädigten Mausoleen Aussagen treffen.

Treffpunkt für die Führung über den größten evangelischen Friedhof Deutschlands ist der Haupteingang in der Bahnhofstraße 2 in Stahnsdorf.

Von Claudia Krause

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