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Fünf Sterne für die Wildbiene

Insektenhotel am Rietzer See Fünf Sterne für die Wildbiene

Gerade noch rechtzeitig zur Kranichsaison können sich Besucher unweit des Netzener Beobachtungsturms an einer weiteren Tierklasse erfreuen. Zusammen mit privaten Sponsoren und Fliedners Wohn- und Werkstätten haben die Naturführer Lutz Manzke und Gabriele Wichary die Aufstellung eines übermannshohen Insektenhotels realisiert.

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Lutz Manzke (m.) eröffnet mit Fliedner-Leuten das Insektenhotel am Rietzer See.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Netzen. Die Kraniche sind da. Weit über 1000 Exemplare suchen jeden Abend im Naturschutzgebiet „Rietzer See“ ihre Schlafplätze auf. Für Beobachter des jährlichen Spektakels ergibt sich in diesem Herbst eine besonders gute Konstellation. „Wegen des niedrigen Wasserstandes auf der überfluteten Moorfläche lassen sich die Kraniche in unmittelbarer Nähe vor dem Vogelbeobachtungsturm bei Netzen nieder“, weiß Natur- und Landschaftsführer Lutz Manzke, der seit 35 Jahren zu den Betreuern des Naturschutzgebietes gehört.

Gerade noch rechtzeitig zur Kranichsaison können sich Besucher unweit des Beobachtungsturms an einer weiteren Tierklasse erfreuen. Zusammen mit privaten Sponsoren und den Brandenburger Fliedner-Werkstätten haben Manzke und seine Kollegin Gabriele Wichary die Aufstellung eines übermannshohen Insektenhotels realisiert.

Der sonnige Standort am Wiesenrand ist ideal. „Noch blüht es hier. Ganz schnell wird es überall krabbeln und summen“, ist Manzke überzeugt. Prompt konnte bei der Übergabe am Donnerstag die erste Hummel begrüßt werden. Nach Manzkes Zeichnungen wurde die überdachte Konstruktion in der Holzwerkstatt bei Fliedners im Rohbau erstellt. Gruppenleiter Marco Bosin wurde dabei insbesondere von Daniel Koslowski und Steven Hinze unterstützt. Der Bauhof der Gemeinde Kloster Lehnin sorgte mit Streben für die ausreichende Standfestigkeit im Boden.

Die Ausgestaltung der Fächer übernahmen Männer und Frauen der Tagesgruppe in der Schmerzker Wohnstätte, die aus unterschiedlichen Gründen keiner Werkstattarbeit nachgehen können. „Die Arbeit mit Naturmaterialien passte gut in unser Beschäftigungskonzept“, berichtet Gruppenleiterin Nadine Stahmann. Da wurden Ziegelsteine mit Lehm verschmiert, Schilf und Stroh mit Draht gebündelt, Baumscheiben gebohrt und Kienäpfel gesammelt. Geholfen hat dabei unter anderem Michael Schiffel als ehrenamtlicher Betreuer.

Im oberen Teil haben die Hotelbauer kleine Einfluglöcher für Fledermäuse gelassen, die sich hinter einer von der Sonne erwärmten Bretterwand eine Wochenstube für ihre Jungen einrichten sollen. „Neben Marienkäfer, Florfliege und vielen anderen Arten dient das Insektenhotel im Naturschutzgebiet auch als Fünf-Sterne-Domizil für die Wildbienen, die ihre Eier unter anderem in Schneckenhäusern ablegen“, berichtet Naturführer Manzke. Er hatte schon die Bauleitung anderer Insektenhotels zum Beispiel in der Damsdorfer Fenne und auf dem Lehniner Schulgelände inne.

Von Frank Bürstenbinder

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