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Potsdam-Mittelmark Für einen Kita-Elternbeirat im Landkreis
Lokales Potsdam-Mittelmark Für einen Kita-Elternbeirat im Landkreis
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00:13 27.02.2018
Doreen Recknagel aus Werder leitet die Initiative Kita-Elternbeirat Potsdam-Mittelmark. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Doreen Recknagel aus Werder will sich für die Gründung eines Kita-Elternbeirates in Potsdam-Mittelmark einsetzen. Seit Kurzem leitet sie daher die gleichnamige Initiative und versucht, Kontakte zu interessierten Eltern aus den anderen Kommunen des Landkreises zu knüpfen. Die 37-Jährige ist selbst Elternvertreterin an der Werderaner Kita „Anne Frank“ und merkte in den vergangenen Jahren immer wieder, wie wichtig die Vernetzung untereinander ist. Ziel sei es, Elternvertreter aus dem Landkreis zusammenzubringen, um die Möglichkeiten der Mitbestimmung über die einzelnen Kindergärten oder der Kindertagespflege hinaus zu erhalten, erklärt sie der MAZ. Erste Kontakte bestehen laut Facebookseite aktuell bereits nach Niemegk, Nuthetal, Wiesenburg/Mark, Bad Belzig, Teltow, Kloster Lehnin und Treuenbrietzen. Elf Kommunen fehlen noch.

„Wir haben in Potsdam-Mittelmark das Problem der langen Wege, das ist eine große Herausforderung“, sagt Doreen Recknagel. Hilfe beim Vernetzen leistet unter anderem Danilo Fischbach, Bundeselternvertreter der Kinder in Kitas und Tagespflege. Kennengelernt haben sich die beiden bei einer Veranstaltung für Elternvertreter des Landkreises im Werderaner Oberstufenzentrum vor zwei Jahren. Im Januar gründete sie eine Facebook-Seite, um ihr Vorhaben voranzubringen.

„Alle Kommunen haben ähnliche Probleme“

In Werder kämpft die zweifache Mutter derzeit noch allein. In einem nächsten Schritt will sie den Landkreis kontaktieren, in der Hoffnung, dass er ihr helfen kann, das Gremium zu installieren. Mit einem Beirat hätten die Eltern beispielsweise ein Anhörungsrecht beim Kreis. „Das ist schon ein wichtig, um direkt mit einbezogen zu werden“, schildert Doreen Recknagel. Außerdem könne aus dem Beirat ein Vertreter als Mitglied des Landesrates gewählt werden. „Ich denke, dass wir in den Kommunen alle ähnliche Probleme haben“, so die Werderanerin.

Als Beispiel aus der näheren Vergangenheit nannte sie den Streit ums Essensgeld nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) im September 2016. Die Stadt Werder hat wie andere Kommunen auch daraufhin ihre Essensgeldsatzung angepasst. Ein ganz aktuelles Beispiel ist die Debatte um den Elternbeitrag. Die Blütenstadt reagiert darauf, wie berichtet, mit einer Überarbeitung ihrer Kita-Satzung. Auch in Potsdam sind die Gebühren umstritten, weshalb der dortige Beirat empfahl, die Beiträge nur noch unter Vorbehalt zu zahlen.

Für mehr Aufklärung in Rechtsfragen

Doreen Recknagel selbst hat wegen des im Beitrag angerechneten Elterngeldes in Höhe von 300 Euro und der fehlenden Anpassung nach Geburt ihres zweiten Kindes gegen die Stadt Werder geklagt. Diese erklärte nun im Widerspruchsbescheid, dass der Beitrag rückwirkend korrigiert wird. Viele Eltern seien in Hinblick auf ihr Recht nicht ausreichend informiert, so Doreen Recknagel. Der Beirat könnte für mehr Aufklärung und Sicherheit sorgen.

Kontakt: kita-elternbeirat-pm@web.de

Von Luise Fröhlich

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