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Fußballfieber beim Medewitzer Treckertreffen

Originelles Jubiläum Fußballfieber beim Medewitzer Treckertreffen

Zum 25. Mal fand am Wochenende das Medewitzer (Potsdam-Mittelmark) Treckertreffen statt. Jung und alt sind von dem Spektakel fasziniert. Fast 50 Enthusiasten gingen wieder beim Geschicklichkeitstest an den Start. Unter anderem waren sie auf dem Parcours aus gegebenem Anlass beim Fußball-Katapult gefragt. Doch Treffsicherheit reichte nicht.

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Mutiger Nachwuchs: Benjamin Stürmer aus Serno mit zwölf Jahren jüngster Teilnehmer beim Treckertreffen Medewitz

Quelle: Eva Loth

Medewitz. „So ein kleines Stück hat gefehlt“ sagt Martin Lindemann. Er zeigt mit Daumen und Zeigefinger einen Abstand von etwa drei Zentimetern. Beim Rangieren durch die Ölfässer hat er nämlich die Behälter touchiert, was natürlich nicht sein darf. Ein wenig mehr Abstand und er hätte die volle Punktzahl an der Stelle erhalten. Aber das kann ja noch klappen, gab sich der Rentner am Steuer optimistisch. Denn: „Bis ich 100 Jahre alt bin, mach’ ich weiter. Was danach wird, weiß ich noch nicht“ , sagt der Senior. Immerhin war er mit seinen 78 Lenzen schon jetzt der älteste Teilnehmer beim Geschicklichkeitsfahren anlässlich des Medewitzer Treckertreffens.

Zwischen ihm und dem jüngsten, Benjamin Stürmer aus Serno, liegen immerhin 66 Jahre. „Aber es ist toll zu sehen, dass sich auch junge Leute für Traktoren begeistern und interessieren“, sagt Moderator Richard Münder vom Heimatverein, der das dreitägige Spektakel mit Brandtsheidepokallauf der freiwilligen Feuerwehren am Freitag und stimmungsvoller Party am Sonnabend organisiert.

Zum krönenden Abschluss hatten sich am Sonntag etwa 2500 Zuschauer in die Arena locken lassen. Schließlich handelte es sich ja um die 25. Auflage der Traditionsveranstaltung, die bei besten äußeren Bedingungen über die Bühne gegangen ist

Längst ist Benjamin Stürmer kein Debütant dort gewesen. Olaf Rietdorf, sein Vater, hatte das Gefährt, mit dem der Sohn nun schon groß auffährt, eigentlich nur zum Holz holen angeschafft. „Doch der Junior war fasziniert, konnte wohl eher Trecker als Mama oder Papa sagen“, wird berichtet. Also musste das Vehikel außerdem noch in seiner Lieblingsfarbe orange gespritzt werden und ist nun als Vorzeigeobjekt regelmäßig mit von der Partie.

Martin Lindemann hat seinen Trecker erst, seit er im Ruhestand ist. Er kommt aus Reuden und hat Haus, Hof, Garten und Feld. Da war ein Traktor schon angebracht, um sich die Arbeit zu erleichtern. Die Maschine hat nämlich viel Zubehör, so dass nicht nur der Acker gepflügt werden kann, sondern Schutt weggefahren und Holz geholt. Auf der Strecke geblieben ist Martin Lindemann nach eigenem Bekunden mit seinem Trecker noch nie. Was seine Frau zu ihrem treckerverrückten Mann sagt? „Na ja, sie erledigt Dinge im Haus und ich draußen“, zieht sich der Traktorist geschickt aus der Affäre.

Liste der Besten

Trecker-Parcours Jugend: 1. Hannes Mangold (16) aus Klein Leitzkau, 616 Punkte; 2. Justin Meißner (16) aus Nedlitz, 566 Punkte ; 3. Tim Stabrodt (17) aus Golzow, 532 Punkte.

Trecker-Parcours Erwachsene: 1. Gert-Reiner Bürger (59) aus Ragösen, 824 Punkte. 2. Lukas Senst (23) aus Nutha, 815 Punkte. 3. Hans-Ulf Bachmann (52) aus Medewitz, 790 Punkte.

Brandtsheidepokallauf im Löschangriff unter Flutlicht: Feuerwehr Beckwitz bei Torgau aus Sachsen; Feuerwehr Garitz/Bornum bei Zerbst.

49 Gleichgesinnte hatten sich für den Parcours angemeldet. Mehr als sonst. Somit war es ein Mammutprogramm für die Helfer und Organisatoren. Immerhin sieben Herausforderungen galt es zu bewältigen. Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft gab es wieder das spezielle Hindernis, bei dem mit einer Art Ball-Katapult der Gegner in Form von lebensgroßen Figuren mit einer Lederkugel getroffen werden musste. Beim neuen Hindernis – genannt LPG-Tele-Lotto- musste eine Murmel mit dem Langholzwagen angestoßen werden, die dann, wie bei der wirklichen Glückszahlenziehung im DDR-Fernsehen, eine Scheibe umstieß, so dass entsprechend Zusatzpunkte ergattert werden konnten.

Solche Details, das Spektakel an sich und nicht zuletzt das Jubiläum wirkten offenbar anziehend. 50 Kilometer Anreise waren diesmal keine Seltenheit. Die weiteste Strecke hatte aber Torsten Franz auf dem Tacho. Er kommt aus Wildenheim bei Torgau und legte 117 Kilometer bis Medewitz zurück.

Für die originellste Anfahrt bekam Bernd Allrich aus Reetz für seinen tollen Kremser einen Preis. Den originellsten Trecker hatte Michael Hoffmann aus Bornum. Der machte zwar äußerlich nicht so viel her. Aber er war im Originalzustand und dabei 87 Jahre alt. Besonders gefreut haben sich die Medewitzer über das Geschenk der Schlepperfreunde aus Bardenitz-Pechüle. Diese hatten zum Jubiläum einen Trecker aus Holz geschnitzt und Treckerplätzchen gebacken.

Von Eva Loth

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