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Gänsematen: Es bleibt bei Tempo 30

Verkehr in Brück Gänsematen: Es bleibt bei Tempo 30

Seit Wochen herrscht im Brücker Wohngebiet Gänsematen (Potsdam-Mittelmark) erhöhter Durchgangsverkehr, den die Anwohner nur schwer ertragen. Sie klagen über Lärmbelästigung und Gefahr für ihre Kinder. Sie hofften auf Besserung. Doch die Stadtverordneten entschieden anders.

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In den Gänsematen bleibt die Situation wie gehabt.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Eine Verkehrsberuhigung im Brücker Wohngebiet Gänsematen ist vom Tisch. Die Stadtverordnetenversammlung hat einen entsprechenenden Beschluss abgelehnt. Durch die Wohnsiedlung führt derzeit die Umleitung für aus Golzow sowie seit kurzem auch für die aus Richtung Beelitz kommenden Fahrzeuge. Mehrere Anwohner fühlen sich vom Verkehrslärm belästigt (die MAZ berichtete).

Vor der Diskussion im Stadtparlament hatte das Amt Brück in dem Wohngebiet zwei Tage lang Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Jeweils acht Kraftfahrer überschritten während der beiden Kontrollen das Limit. In dem Gebiet gilt Tempo 30. Eine Verkehrsberuhigung hätte weitreichende Folgen für das Wohngebiet gehabt. Autofahrer hätten dann Schritt, also maximal sieben Stundenkilometer fahren müssen.

Immer was los auf den Straßen des Wohngebietes

Immer was los auf den Straßen des Wohngebietes.

Quelle: Andreas Koska

Das Parken wäre nur noch auf ausgewiesenen Flächen möglich gewesen. Die Fußgänger hätten in den Gänsematen die gleichen Rechte wie die Kraftfahrer bekommen und Kinder hätten auf der Straße spiele dürfen.

Angst vor gefährlichen Situationen

„Es wird schnell gefahren und wir haben keine Gehwege, so dass es vor allem im Morgennebel und in der Abenddämmerung gefährlich ist“, berichtete Anwohnerin Sylke Köhler in der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Michael Klenke (SPD) schlug daraufhin vor, in den Straßen temporär Betonringe versetzt aufzustellen. Auf diese Weise sollten die Fahrer zum Langsamfahren gezwungen werden. Dagegen erhob sich allgemein Widerspruch. In den Hindernissen sehen die Stadtverordneten eine Gefahrenquelle für Verkehrsteilnehmer.

Der Vorsitzende des Infrastrukturausschusses Lothar Koch (SPD), selbst Anwohner im betroffenen Gebiet, glaubt, dass sich das Problem ohnehin bald von selbst löst. Er geht von einer Beruhigung mit der Wiederöffnung der Kreuzung zwischen Brandenburger Straße und der Straße des Friedens in Brück aus. „Sonst fährt hier doch keiner lang“, erklärte der Alt-Landrat. Die ursprünglich für Ende September angedachte Freigabe der sanierten Ortsdurchfahrt verzögert sich jedoch weiterhin. Momentan nutzen auch Lkw die Umleitung, obwohl die Durchfahrt für Laster über 7,5 Tonnen in den Gänsematen verboten ist.

Vielleicht doch eine Beruhigung in Sicht

Die beiden Einfahrten in das Wohngebiet sind mit Erhebungen im Straßenbelag versehen, so dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit bereits jetzt stark abbremsen, um danach wieder zu beschleunigen. Für die Umleitung wird vor allem der 590 Meter lange Gänsematenring genutzt. Hier stehen bislang vier Häuser. „Wir sollten das Thema aufgreifen, wenn dieses Gebiet voll bebaut und die Sanierung in der Altstadt abgeschlossen ist“, schlug deshalb Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) vor, der eine Verkehrsberuhigung nicht zwangsläufig für immer ausschließen wollte.

Von Andreas Koska

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