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Galgenhumor nach Aus für Geburtshilfe

Bürgerbündnis in Bad Belzig stellt Aktionen ein Galgenhumor nach Aus für Geburtshilfe

Das Bürgerbündnis, das sich intensiv um den Erhalt der Geburtshilfe in Bad Belzig bemüht hatte, stellt seine Aktionen ein. Den Abschied mit einem Abendessen auf dem Marktplatz der Kur- und Kreisstadt begingen die engagierten und enttäuschten Frauen mehrheitlich mit Galgenhumor.

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Vorerst letzter Treff des Bürgerbündnisses: Abendessen auf dem Marktplatz in Bad Belzig.

Quelle: R. Gaffron

Bad Belzig. Tankstellenpächter im Hohen Fläming sollen künftig als Geburtshelfer ausgebildet werden. Sie könnten dann nach Ansicht von René Zind die Versorgungslücke schließen, die mit der Schließung des Kreißsaals im Krankenhaus Bad Belzig entstanden ist.

„Die meisten Zapfstationen im Hohen Fläming sind nachts geöffnet und die Betreiber kümmern sich mehr um die Wünsche ihrer Kunden als die Chefs des Ernst-von-Bergmann-Klinikums um die werdenden Mütter.“ Es war nicht nur der Ortsvorsitzende der Satirepartei „Die Partei“, der mit bissigen Worten das Ende der Entbindungsstation kommentiert hat.

Dem Bürgerbündnis, das seit Januar für deren Erhalt gekämpft hatte, sei es ein Bedürfnis gewesen, einen würdigen Abschluss zu finden, erklärte Burkhard Kroll. Es hatte am Dienstagabend – nach Demonstrationen und Rund-Tisch-Gesprächen, Kampagnen und Konzepten – zu einem Abendessen in Weiß auf dem Marktplatz eingeladen. „Bei der Farbe war nicht an eine besondere Symbolik gedacht. Aber es sollte eher keine schwarz gekleidete Trauergesellschaft sein“, sagte der Kinderarzt.

Letztlich wurde es eine bunte Gesellschaft von etwa 50 Aufrechten, die ihren Einsatz bilanzierten und sowohl Politik als auch Geschäftsführung des Ernst-von-Bergmann-Klinikums dafür kritisierten, die Geburtshilfe-Abteilung ohne ernsthafte Prüfung der Alternativen am 1. April geschlossen zu haben. Während Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) und Thomas Singer, Fraktionschef der Linken im Kreistag Potsdam-Mittelmark, mahnend den Zeigefinger hoben, was die Perspektive für den Standort der medizinischen Grundversorgung angeht.

Galgenhumor war bei diesem Anlass mehr gefragt: Burkhard Kroll rezitierte genüsslich eine MAZ-Berichterstattung vom 28.April über den Besuch von Wolfgang Blasig (SPD) in der Küken-Aufzucht an der Bergholzer Straße. Vor dem Hintergrund, dass der Landrat sich des Dialogs um die Zukunft der Geburtshilfe-Abteilung im kommunalen Unternehmen weitgehend entzogen hat, ließ für den Mediziner nur eine Bewertung zu: „Peinlich!“

Von René Gaffron

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