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Potsdam-Mittelmark Ganz neue Töne in der Blütenstadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Ganz neue Töne in der Blütenstadt
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17:01 13.03.2017
Die 85-jährige Ruth Hohmann war Stargast beim Auftritt von Thomas Walter Maria und seiner Kapelle. Quelle: Franziska Appelt
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Werder

Thomas Walter Maria (45) zählt auf Vier ein und der erste Jazz-Song des Quintetts erklingt. Die Zuhörer sinken in die Polstersessel des voll besetzten Kinosaals im Scala Kulturpalast und lauschen den Melodien. Die Kapelle besteht aus Marius Moritz (Klavier), Mohi Buschendorf (Bass), seinem Sohn Ludwig (Schlagzeug), Sören Pehrs (Posaune) und Maria selbst. Passend zur Kinoatmosphäre spielen sie Lieder aus ihren liebsten Bond-Filmen oder Pink Panther, während es nach Popcorn riecht.

„Ich bin ein großer Fan von dem Posaunisten. Das Timing der Band war perfekt“, findet Jazz-Liebhaber Fridtjof Grünberg. „Schlagzeuger und Bassisten werden leider oft unterschätzt. Doch hier gilt: Ohne Rhythmus kein Jazz“, sagt der Potsdamer.

An drei Tagen haben der Musiker Thomas Walter Maria und der Kinobetreiber Gösta Oelstrom zu dem Jazzfestival „Werder klingt“ eingeladen und konnten auch am zweiten Abend sehr zufrieden sein. Als Starbesetzung war die „First Lady oft Jazz“, Ruth Hohmann, geladen. Die 85-jährige Musikerin gilt als Wegbereiterin des Jazz in der DDR. Seit 55 Jahren steht sie auf der Bühne und ist mit Stimme und Witz so präsent, wie nur wenige.

Charakteristisch ist ihr Scat-Gesang. Hierbei werden rhythmisch und melodisch aneinandergereihte Silbenfolgen ohne Wortbedeutung, die die begleitenden Instrumente imitieren sollen, selbst zur Hauptmelodie. „Sie ist einfach witzig“, findet Franziska Jensch aus Magdeburg. Die 14-Jährige bevorzugt zwar eigentlich Pop, der Jazz-Abend in Werder überzeugte sie aber: „Ich habe die ganze Zeit mitgewippt.“ Auch Laura Grillo hatte „richtig Bock zu tanzen“, als Hohmann die Titel Mackie Messer oder Sweet Georgia Brown anstimmte. „Am Freitag war Hollywood auf der Bühne. Der Saal war ausverkauft und die Big Band fantastisch,“ sagte Maria. Im Kontrast zu den zwanzig Musikern des Marc Secara‘s Berlin Jazz-Orchestra, die Werder am Freitag bespielten, handelte es sich am Folgetag eher um „ein intimes Jazzkonzert. Deshalb habe ich auch meine Wohnzimmerlampe mitgebracht“, sagt der Musiker, der zum ersten Mal ein Festival organisiert hat. Die Musik bestimmt das Leben des Berufsmusikers und Dozenten für Saxofon und Klarinette am Magdeburger Georg Philipp Telemann Konservatorium. Maria begann als Kind bereits das Klarinettenspiel. Weil ihn die Klassik unglücklich machte, lernte er vor 30 Jahren Saxofon zu spielen und verliebte sich in den Jazz. Später kamen die Querflöte, vor fünf Jahren der Gesang und 2014 die eigene Band hinzu: „Ich brauche immer etwas Neues. Einen Monat lang, jeden Abend mit derselben Band aufzutreten, wäre langweilig“. So wundert es nicht, dass er sich das Festival im Winterhalbjahr als neue Herausforderung gesucht hat. Der ehemalige Musiker Dirk Schwabedissen war von der Veranstaltung begeistert und hofft, dass sie eine Zukunft hat: „Früher gab es viele Musiker in Werder. Heute ist es schwieriger“, sagt der Mann aus Werder. Pläne für eine Fortsetzung gibt es bereits: „Für das nächste Jahr wünsche ich mir das Thema Skandinavien mit der großartigen Sängerin Gitte Haenning auf der Bühne“, so Maria.

Am Sonntag rundete die Sängerin Cristin Claas das Festival mit Weltmusik und ihrer feenhaften Stimme ab.

Von Franziska Appelt

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