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Potsdam-Mittelmark Gasalarm in Michendorf
Lokales Potsdam-Mittelmark Gasalarm in Michendorf
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20:48 30.06.2015
Suche nach dem Leck: Polizei und Ordnungsamt sicherten die betroffene Baustelle und sperrten die Potsdamer Straße. Quelle: Jens Steglich
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Michendorf

Gasalarm in Michendorf: Bei Bohrarbeiten in der Potsdamer Straße ist Dienstag in den frühen Mittagsstunden eine Gasleitung getroffen und beschädigt worden. Aus dem Leck trat Gas aus. Der Bereich um die betroffene Baustelle im Bereich der Kreuzung zur Langerwischer Straße wurde abgesperrt. Auch der Verkehr auf der Potsdamer Straße war betroffen, Autofahrer kamen dort bis kurz nach 16 Uhr nicht mehr durch. Für Fußgänger wurde die Komplettsperrung bereits gegen 13.45 Uhr aufgehoben.

Evakuierungen waren laut Polizei nicht notwendig. Anwohner, die in jenen Häusern leben, die sich unmittelbar im Baustellenbereich befinden, mussten ihre Wohnungen kurzzeitig verlassen. „Es wurde untersucht, ob Gas etwa über die Kellerfenster in die Gebäude gelangt ist“, sagte Carsten Döring, Sprecher der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Das Unternehmen ist Betreiber der Leitung, die bei den Bohrarbeiten im Auftrag einer Telekommunikationsfirma beschädigt wurde. „Es ist kein Gas in den Häusern festgestellt worden. Die Leute konnten kurze Zeit später wieder in ihre Wohnungen zurückkehren“, sagte Döring.

Die Sparkasse und einzelne Geschäfte blieben wegen des Gaslecks über die Mittagszeit geschlossen. Laut Polizei habe keine Gefahr für Anwohner bestanden, es seien aber Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden. „Wir wurden von der Polizei aufgefordert, die Fenster zu schließen“, erzählte Richard Wolfgang Weber, der in der Potsdamer Straße wohnt. Der Sprecher der Netzgesellschaft sagte, die Leitung sei gegen 12 Uhr abgequetscht worden, um einen weiteren Gasaustritt zu verhindern. Gegen 14 Uhr seien die Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen gewesen. Die eigentliche Reparatur der beschädigten Leitung soll laut Döring am Mittwoch erfolgen.

Trotz des Vorfalls habe es keine Einschränkungen bei der Gasversorgung gegeben, versicherte er. „Wir haben dort eine Ringleitung, die von beiden Seiten begast werden kann. Deshalb gab es zu keiner Zeit eine Versorgungsunterbrechung.“ Das Gas kommt also nur an der abgedichteten Stelle nicht durch, erreicht aber davor und dahinter die Hausanschlüsse.

Die Bohrarbeiten, die im Auftrag eines Telekommunikationsanbieters von einer Fachfirma durchgeführt wurden, waren laut des Michendorfer Bau- und Ordnungsamtsleiters Christopher Gerhardt beantragt und genehmigt – letzteres vom Straßenverkehrsamt des Kreises. Falls wegen des Gasaustritts Schäden an öffentlichem Eigentum entstanden sein sollten, könne die Kommune Ansprüche beim Verursacher geltend machen. Gerhardt verwies zum Beispiel auf mögliche Wurzelschäden an Straßenbäumen, die oft erst später sichtbar werden.

Dem Vernehmen nach lag der Firma, die für die Verlegung von Kabeln die Bohrungen durchführte, ein sogenannter Leitungsplan vor. So ein Plan zeigt an, wo welche Leitungen zu finden sind. Die Gasleitung, die am Dienstag vom Bohrer getroffen wurde, lag aber offenbar nicht an der Stelle, an der sie in dem Plan verzeichnet ist, hieß es.

Während der Reparatur der Gasleitung kann es am Mittwoch noch einmal zu einer Sperrung der Potsdamer Straße kommen.

Von Jens Steglich

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