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Potsdam-Mittelmark Geburtsort: B102 bei Schwanebeck
Lokales Potsdam-Mittelmark Geburtsort: B102 bei Schwanebeck
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02:18 24.07.2015
Geburtsort: B 102 Schwanebeck, statt Kreißsaal Bad Belzig. Quelle: Rene Gaffron
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Bad Belzig

Eine Mutter aus Bad Belzig ist am Wochenende auf der Fahrt nach Brandenburg an der Havel ungeplant auf der B102 im Rettungswagen entbunden worden. Geburtsort ihres dritten Kindes wäre demzufolge laut MAZ-Informationen original Schwanebeck.

„Alles ist gut gegangen“, hat Peter Ledwon dazu erklärt. Das Phänomen wird in Zukunft jedoch des Öfteren auftreten, ist er sich gewiss. Der Chefarzt der Frauenheilkunde im Städtischen Klinikum Brandenburg an der Havel sagt, dass insbesondere die Frauen mit einem raschen Geburtsfortschritt – dies sind seinen Angaben zufolge vor allem die Mehrgebärenden – es bei Geburtsbeginn nicht mehr in die nächstgelegene Klinik schaffen werden. Weil dies nicht unproblematisch sei, hatte sich der in Bad Belzig lebende Mediziner sehr persönlich für den Erhalt der Geburtshilfe-Abteilung für den Hohen Fläming eingesetzt. Vergeblich.

Geburtenklinik geschlossen

Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum hatte den hiesigen Kreißsaal zum 1. April 2015 geschlossen. Weil im vergangenen Jahr lediglich 185 Jungen und Mädchen dort das Licht der Welt erblickt haben, gebe es nicht mehr genügend Fachärzte und Hebammen, um die Versorgung in durchgehender Qualität abzusichern, wie es von medizinischer und kaufmännischer Geschäftsführung hieß. Die Konferenz für Krankenhausplanung des Landes Brandenburg folgte trotz des großen Protestes von Betroffenen und der fachlichen Bedenken von Kinderärzten und Gynäkologen dieser Argumentation und bestätigte vor Monatsfrist die Schließung endgültig. Statt dessen müssen von den Schwangeren nunmehr Krankenhäuser in Potsdam, Brandenburg an der Havel, Luckenwalde, Lutherstadt Wittenberg oder Zerbst angesteuert werden.

Bedingungen „sehr problematisch“

Das bedeutet, dass im Südwesten des Landkreises Potsdam-Mittelmark eine Versorgungslücke entstanden ist wie es sie sonst nur noch im hohen Norden von Schleswig-Holstein gibt. Das geht aus einer Dokumentation in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Gynäkologe“ eindrücklich hervor. Nirgendwo sonst gibt es eine sogenannte Mindesterreichbarkeit von 30 Minuten und mehr bis zur nächsten geburtshilflichen Abteilung. Solche Bedingungen wurden von den Autoren des Beitrages als sehr problematisch eingeschätzt und deshalb differenzierte Planungen für den ländlichen und städtischen Raum gefordert. Die empfohlene Restrukturierung ist hierzulande ungeachtet einiger Vorschläge nicht ernsthaft erörtert worden.

Das zuständige Landratsamt Bad Belzig hat gegenüber dieser Zeitung auf die spezielle Schulung der Mitarbeiter des Rettungsdienstes verwiesen, in denen auf geburtshilfliche Fragen und Neugeborenenversorgung eingegangen wird. Gerade zu Monatsbeginn hat das Ernst-von-Bergmann-Klinikum eine solche Fortbildung durchgeführt, wie Damaris Hunsmann berichtet. 20 Teilnehmer seien dieses Mal in Bad Belzig dabei gewesen. Nach zwei Terminen im März kam der eigens angeschaffte Geburtssimulator zum dritten Mal zum Einsatz. Weitere Lehrgänge seien für den Herbst geplant, heißt es. „Sie gehören zum stimmigen Konzept zur Optimierung einer sicheren Rundum-Betreuung der Schwangeren im Hohen Fläming“, so die Unternehmenssprecherin.

Von René Gaffron

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