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Bad Belzig: Gedenken an die Geschwister Scholl

Weiße Rosen niedergelegt Bad Belzig: Gedenken an die Geschwister Scholl

Am 18. Februar 1943 sind Hans und Sophie Scholl sowie vier weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet worden. Ihnen zu Ehren veranstaltete die Scholl-Grundschule Bad Belzig am Montag eine Gedenkfeier und legte am Mahnmal vor dem Eingang weiße Rosen nieder.

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Die Bad Belziger Scholl-Grundschule gedenkt jedes Jahr der Geschwister Hans und Sophie Scholl.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Weil sie Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten, sind Hans und Sophie Scholl am 22. Februar 1943 hingerichtet worden. Die Bad Belziger Scholl-Grundschule gedachte am gestrigen Montag dem Geschwisterpaar. Am Mahnmal vor dem Eingang legten Lehrer, Schüler und Gäste weiße Rosen nieder.

Hans und Sophie Scholl waren als Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ bekannt geworden. Am 18. Februar 1943 hatten sie in der Münchner Universität Flugblätter ausgelegt, auf denen sie sich gegen den Krieg und die Diktatur von Adolf Hitler aussprachen. Die Geschwister wurden vom Hausmeister überrascht und an die Gestapo ausgeliefert. Vier Tage später mussten Hans und Sophie sowie vier weitere Mitglieder der „Weißen Rose“ sterben.

Warum wählte Hans den Namen „Weiße Rose“?

Sechstklässler der Scholl-Grundschule haben recherchiert, warum Hans Scholl den Namen „Weiße Rose“ für die Widerstandsgruppe gewählt hatte. Im Rahmen der Gedenkfeier stellten sie ihre Ergebnisse vor. Es gebe mehrere Versionen und Hans Scholl selbst habe nach seiner Verhaftung erklärt, der Name sei willkürlich gewählt worden. Einmal habe er eingeräumt, bei der Namenswahl vom spanischen Roman „La Rosa Blanco“ beeinflusst worden zu sein. Die endgültige Erklärung aber, habe Hans Scholl wohl mit ins Grab genommen.

Im Anschluss an den Vortrag der Schüler wurde das Lied „Die weiße Rose“ des Liedermachers Konstantin Wecker gespielt. Darin heißt es unter anderem: „Ihr habt geschrien, wo andere schwiegen, obwohl ein Schrei nichts ändern kann“. Und weiter: „Vielleicht ist das Land etwas menschlicher seitdem – doch noch wird geduckt und getreten“.

Inge Richter vom Bad Belziger „Förderkreis Roederhof“ sprach über die „Rosen der Auferstehung“. Sie waren im Gedenken an das Außenlager Roederhof – einem Außenlager des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück – unter anderem im Grünen Grund gepflanzt worden. Richter hat seit April vergangenen Jahres den Vorsitz der Interessengemeinschaft inne, die unter dem Dach des Vereins Belziger Forum firmiert.

Ein Ring der Versöhnung aus den „Rosen der Auferstehung“

Die ersten Rosen dieser Art, die für Freiheit und Frieden stehen, waren 1975 in Frankreich gepflanzt worden. Dann entstand die Idee, die Blumen auch bei den deutschen Gedenkstätten zu pflanzen – als einen Ring der Versöhnung. Die Rosen hat Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) im vergangenen Jahr von französischen Frauen geschenkt bekommen.

Den Abschluss der Gedenkfeier bildete das Lied „Wer die Rose ehrt“ der DDR-Rockband Klaus Renft Combo, gesungen von Lehrerin Carlotta Holland.

Von Josephine Mühln

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