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Potsdam-Mittelmark Gedenken mit Wasserlichtern
Lokales Potsdam-Mittelmark Gedenken mit Wasserlichtern
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14:46 07.08.2013
Bunte Gedenkkerzen im Stadionteich in Bad Belzig. Quelle: Kerstin Voy
Bad Belzig

"Mit allen Atombomben, die es gibt, könnte man heute 2500 Mal die Menschheit auslöschen", sagte Hiksch. "Und trotzdem gibt es Menschen, die uns immer noch erzählen, man müsste in Rüstung investieren." Seit Jahren setzt sich der Politiker innerhalb der Anti-Atom-Bewegung für die Abrüstung ein. Am Gedenkabend in Bad Belzig ging es ihm auch darum, dass Brandenburger Politiker ein Zeichen setzen sollten: "Der Militärteil auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung sollte geschlossen werden", sagte er. Hiksch gab einen geschichtlichen Rückblick. Am 6. August 1945 hatten die USA erstmals eine Atombombe auf bewohntes Gebiet abgeworfen. Bei dem Angriff auf die japanische Hafenstadt Hiroshima starben 140000 Menschen, drei Tage darauf bei der zweiten Atombombe mehr als 70000 Menschen in Nagasaki. Viele von ihnen "sind einfach verdampft", so der Politiker.

Zur Teilnahme an der Zeremonie am Vorabend des Jahrestages zum Gedenken an die Opfer hatten traditionell Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) und die Linke aufgerufen. Wie in den Vorjahren erinnerte die Stadtchefin an die Konsequenzen eines Atomkrieges. "Keiner ist in der Lage sich vorzustellen, was passiert, wenn irgendwann jemand auf den roten Knopf drückt", sagte sie. Auch Uta Hohlfeld, Vorsitzende der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung in Bad Belzig sprach die Gefahren von Atomenergie an. "Wir suchen nach wie vor nach sicherer Energie", erklärte sie. So wie Japaner immer noch jährlich der Opfer zum Beispiel mit Origami-Kranichen als Friedenssymbol gedenken, so haben auch die Bad Belziger inzwischen solche Rituale entwickelt. Auf dem Teich schwammen dutzende Lichter. Es war noch nicht ganz dunkel, aber von Minute zu Minute leuchteten die Kerzen intensiver.

Auch die 78-jährige Elisabeth Dühsler war mit ihrem Mann dabei und setzte vier weiße Kerzen in das Wasser. "Wir kommen jedes Jahr. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit", sagte sie. Als die Atombombe in Hiroshima explodierte, war Elisabeth Dühsler erst zehn Jahre alt. An den Unglückstag kann sich die Bad Belzigerin nicht mehr erinnern. "Trotzdem fühle ich mit den Menschen mit, die Angehörige verloren haben. Es gibt nichts Wichtigeres, als sich für den Frieden einzusetzen", sagte sie am Montagabend.

Von Kerstin Voy

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