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Gegenwind für den Landrat

Potsdam-Mittelmark Gegenwind für den Landrat

Monika von der Lippe, Gleichstellungsbeauftragte im Land Brandenburg, fordert das ihre in Mutterschutz weilende mittelmärkische Kollegin Theresa Pauli ordnungsgemäß vertreten wird. Für die Regelung der Personalie braucht es ihrer Einschätzung nach ein Votum des Kreistages. Das sieht Landrat Wolfgang Blasig (SPD) anders.

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Die märkische Gleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe widerspricht Landrat Wolfgang Blasig (SPD).

Quelle: Julian Stähle

Bad Belzig. Die Vertretung der gerade im Mutterschutz weilenden Gleichstellungsbeauftragten Theresa Pauli sollte vom Kreistag Potsdam-Mittelmark berufen werden und mit den gleichen Kompetenzen ausgestattet sein wie die eigentliche Amtsinhaberin. Das hat Monika von der Lippe hiesigen Kommunalpolitikerinnen und der Verwaltungsspitze auf den Weg gegeben. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg war am gestrigen Mittwoch zu einen Arbeitsbesuch zwischen Fläming und Havel unterwegs.

Bündnisgrüne und Linke nicht erfolgreich

Ihre Auffassung steht konträr zu jener von Wolfgang Blasig (SPD). Bündnis 90/Die Grünen und die Linken hatten zuletzt mehrfach versucht, in den parlamentarischen Gremien einen Beschluss zur Regelung der Personalie anzuregen. Der Landrat hingegen meinte jeweils, die Benennung von Ines Gräser als Vertreterin für Theresa Pauli durch ihn als Verwaltungschef sei hinreichend. Zu Beginn des neuen Jahres wird es einen neuen Anlauf für einen Beschluss geben, wie Kerstin Kümpel, Leiterin des Landratsbüros, in der Runde mit Astrit Rabinowitsch (Linke), Elke Seidel (Bündnisgrüne) und Petra Stiehl (SPD) vernehmen konnte.

Frauenanteil im Kreistag: 25 Prozent

„Wenn es schon nötig ist, auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu achten, so wird es schwieriger denn je, sich um freiwillige Aufgaben zu kümmern“, bilanzierte Rabinowitsch. 90 Minuten lang hatten sich die Frauen sich darüber ausgetauscht, wie mehr Interessenvertretung gesichert werden kann. Denn mithin hat der hiesige Kreistag einen Frauen-Anteil von 25 Prozent, in Stadt- und Gemeindeparlamenten sieht es selten besser aus.

Kostenerstattung für Kinderbetreuung

„Parität herrscht nirgendwo, obwohl 51 Prozent der Bevölkerung weiblich sind“, so von der Lippe. Dennoch will sie Initiativen unterstützen, die dazu dienen, Frauen für politische Mitgestaltung zu gewinnen. Mitunter braucht es ganz praktisch eine Busanbindung oder Lösungen für die Kinderbetreuung. Hierzulande regelt immerhin die Kreistagsgeschäftsordnung im Fall des Falles eine Kostenerstattung.

Von René Gaffron

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