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Gehör für Seniorenbelange in Bad Belzig

Seit einem Jahr Gehör für Seniorenbelange in Bad Belzig

Seit einem Jahr kümmert sich ein Beirat in Bad Belzig um die Belange der Senioren. Der Vorsitzende Jürgen Gottschalk zieht eine positive Bilanz und erklärt, warum das Gremium ausnahmsweise als Kulturveranstalter auftritt und ein Konzert organisiert.

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Jürgen Gottschalk, Vorsitzender des Seniorenbeirates in Bad Belzig

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Der Seniorenbeirat in der Kur- und Kreisstadt blickt auf sein einjähriges Bestehen zurück. Der Vorsitzende Jürgen Gottschalk zieht kurz vor der märkischen Aktionswoche eine Bilanz.

Haben sich die Erwartungen des Gremiums erfüllt?

Jürgen Gottschalk : Der Seniorenbeirat hat sich gefunden und etabliert. Schrittweise geht es auf den Arbeitsfeldern vorwärts. Insgesamt sind es acht Aktive, die vor allem die Belange der älteren Bürger bei der Entwicklung von Bad Belzig in den Fokus rücken.

Wie geschieht das?

Gottschalk : Der Schwerpunkt liegt in der Begleitung politischer Prozesse. Deshalb sind immer Vertreter bei den Beratungen der beiden parlamentarischen Fachausschüsse dabei und stellen ihre Sicht auf Dinge dar, was durchaus Beachtung bei Politik und Verwaltung, allen voran Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) findet. Ein Beispiel ist die Wiedereinführung der maschinellen Straßenreinigung.

Wie oft berät der Seniorenbeirat selbst?

Gottschalk : Alle acht Wochen kommen wir im Bürgerhaus zusammen. Immer im Vorfeld gibt es eine Sprechzeit, bei der wir für Anregungen offen sind. Sie könnte noch besser in Anspruch genommen werden.

Was sind die Themen?

Gottschalk : Am häufigsten geht es um Fragen des altersgerechten Wohnens. Da gibt es einen Dialog mit der Belziger Wohnungsgesellschaft (Bewog). Danach sind Probleme der Mobilität von Bedeutung – das beginnt bei Stolperfallen in Gehwegen reicht bis zu Busverbindungen auf die Dörfer. Nicht zuletzt sorgen sich die Leute sehr um Sauberkeit der Kommune und die persönliche Sicherheit, weshalb wird die Polizei als nächsten Partner gewinnen wollen.

Gibt es sichtbare Ergebnisse, die auf das Konto der Interessenvertretung gehen?

Gottschalk : Sehr schnell wurde der Vorschlag umgesetzt, am Radweg-Tunnel nach Schwanebeck einen Spiegel zu installieren. Er schafft natürlich Sicherheit für alle, die dort entlang fahren.

Darüber hinaus hat der Seniorenbeirat einige Bildungsangebote unterbreitet.

Gottschalk : Drei PC-Kurse mit insgesamt 20 Teilnehmern haben stattgefunden. Das Jugendfreizeitzentrum Pogo war hier ein konstruktiver Partner. Dank der Offensive des Kreises Potsdam-Mittelmark „Aktiv im Alter“ können bei Bedarf weitere Workshops organisiert werden.

Sie würden so etwas gern in einem Mehrgenerationentreff verwirklichen.

Gottschalk : Ja, der Seniorenbeirat hat sich für den Erhalt der einstigen Geschwister-Scholl-Grundschule am Busbahnhof ausgesprochen. Dort sollte auf Grundlage des Entwurfes von Katrin Richel eine Begegnungsstätte dieser Art entstehen. Leider findet sich dafür keine Finanzierung. Aber wir bleiben dran.

Wie klappt die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg?

Gottschalk : Wir sind in den Seniorenbeirat des Kreises Potsdam-Mittelmark integriert, hatten Erfahrungsaustausch mit den Ehrenamtlichen aus Brück. Noch fehlt ein wenig die Bestandsaufnahme in den Dörfern und die Kooperation mit Arbeiterwohlfahrt, Rotem Kreuz und Volkssolidarität noch etwas intensivieren.

Um die Kulturangebote wollte sich der Seniorenbeirat nicht kümmern, weil sie eigentlich umfassend sind. Warum wird nun doch am Wochenende ein Konzert veranstaltet?

Gottschalk : Die Tatsache, dass im Kurpark schon lange keine Konzerte stattfinden, ist beklagenswert. Deshalb ist der Seniorenbeirat aktiv geworden, konnte das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Görzke für ein Unterhaltungsprogramm am Sonntag, 14 bis 17 Uhr, engagieren. Gleichwohl soll es eine Veranstaltung für Jung und Alt, Einheimische und Gäste von Bad Belzig sein.


Von René Gaffron

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