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Potsdam-Mittelmark Geld für Olsenbande liegt parat
Lokales Potsdam-Mittelmark Geld für Olsenbande liegt parat
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02:15 25.02.2017
Im Sommer geht die nächste Inszenierung der hiesigen Olsenbande über die Bühne. Ein Teil der Kosten wird vom Landkreis Potsdam-Mittelmark bezahlt. Quelle: Promo
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Bad Belzig

Dieser Plan funktioniert. Und zwar ohne dass ein Panzerschrank „Franz Jäger Berlin“ geknackt werden muss. 10 000 Euro kann der Verein Kulturland Fläming zur Finanzierung der neunmal so teuren Produktion des Freiluftspektakels „Die Olsenbande knackt Bad Belzig II“ einkalkulieren. Sie sind im Kulturförderfonds des Landkreises Potsdam-Mittelmark reserviert.

Er umfasst insgesamt mehr als 450 000 Euro. Wobei die Hälfte der institutionellen Unterstützung dient und bei den Empfängern für Kontinuität sorgt. Die mit Abstand höchste Summe erhält demnach wie immer der Förderverein „Historisches Reckahn”. 100 000 Euro fließen als Personal-, Betriebs- und Sachkostenzuschuss in das Rochow-Museum. Weitere Zuschüsse in Höhe von 50 000 Euro gehen einmal mehr an die Burg Ziesar sowie 30 000 Euro an das Industriemuseum Teltow.

Wie das Geld verteilt wird

Zwei Hand voll der 50 Projektförderungen gehen direkt in den Hohen Fläming. Deren Summe beträgt 33 6600 Euro.

Zu den Begünstigten zählen Borkheide für die Reihe „Der besondere Abend“, die Alte Brücker Post mit dem Jahresprogramm, das Festival für Freunde in Dahnsdorf, der Naturparkverein mit dem Kunstsommer, Kunstverein „Hoher Fläming“ und Reißiger-Gesellschaft Bad Belzig.

Nach den Museen (220 000 Euro) geht das meiste Geld an die Bühnen (89 000 Euro). Es folgen Musik (46 000 Euro), Kunst (43 000 Euro) und Soziokultur (37 000 Euro).

Dahinter rangieren noch Heimatpflege (8000 Euro) und Literatur (7000 Euro).

Kleinere Beträge gibt es für zwei weitere Museen und drei Theater, darunter erstmals die Studiobühne Bad Belzig, um deren Betrieb zu sichern. Das Kulturhaus Niemegk ist für eine Mischfinanzierung unter Ausnutzung des Finanzausgleichsgesetzes des Landes Brandenburg vorgesehen, wobei die in Rede stehenden 16 000 Euro den halben Jahresetat decken dürften.

Doris Patzer, Kulturamtsleiterin der Kreisverwaltung, betont die Vielzahl und Vielfalt der Vorhaben, die mit 180 000 Euro Projektförderung dennoch erreicht werden können. „Gleichwohl konnten nicht alle 65 Anträge in vollem Umfang unterstützt werden“, sagt Patzer. Immerhin sieht sie eine ausgewogene Verteilung zwischen Werder/Havel, Wusterwitz und Wiesenburg, wobei im Hoehn Fläming hauptsächlich etablierten Veranstalter die Treue gehalten wird. Einziger Neuling ist der Gemischte Chor Bad Belzig. Das Ensemble von Kathrin Rinke hat die 110-Jahr-Feier zum Auftakt der Burgfestwoche zu bestreiten.

Angesichts der Förderzusage wedelt Egon Olsen (Frank Grünert) gern mit dem Danebrog, der Fahne Dänemarks. Quelle: Promo

Die Eigenleistungen und Drittmittel zeigen, wie umfang- und facettenreich die Geldakquise der Kulturschaffenden im Kreis ist. Eine Erhöhung des Budgets, was Doris Patzer befürworten würde, steht aber trotz solider Haushaltsentwicklung nicht zur Debatte.

Je 6000 Euro sind für die gerade gestarteten Märkischen Literaturtage und die im Herbst etabliert Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ gebucht, die jeweils in Regie des Kreises Potsdam-Mittelmark. Letzte Hürde ist das Votum des Kreisausschusses in drei Wochen. Immerhin haben Frank Grünert und Harald Richter das Szenarium für den nächsten Coup des dänischen Gaunertrios auf dem Wahrzeichen der Kur- und Kreisstadt dieser Tage fertig gestellt. „Es wird mächtig gewaltig“ lautet ihr Versprechen an alle Geldgeber.

Von René Gaffron

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