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Gelebte Willkommenskultur in Brück

Neujahrsempfang Gelebte Willkommenskultur in Brück

Die Auswirkungen der Asylthematik für die Stadt Brück (Potsdam-Mittelmark) standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfanges von Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann (parteilos). Gelobt wurde dabei von verschiedenen Seiten die breite Willkommenskultur im Ort. Die Menschen nehmen sich demnach viel Zeit für die Integration von Flüchtlingen.

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Rose Dittfuhrt (2.v.r) nah mit Mitgliedern des Beirates aus dem Asylquartier am Brücker Neujahrsempfang teil.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Die Stadt Brück wächst. Auch dank der in zwei Quartier im Ort untergebrachten Flüchtlinge werde die Bevölkerungszahl in diesem Jahr um rund 600 Einwohner höher liegen als im Jahr 2013. „Das dürfte sich später dann auch in unseren Finanz-Zuweisungen bemerkbar machen“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann (parteilos) zu positiven Aspekte des außergewöhnlichen Zuzugs. In seiner Ansprache anlässlich seines Neujahrsempfangs am Donnerstagsabend ging das ehrenamtliche Stadtoberhaupt auch darauf ein, dass die Stadt einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen wird und kein Haushaltsicherungskonzept notwendig sein werde.

Und das obwohl der wegen Platzmangels notwendige Schulanbau an der Grundschule mit etwa 2,4 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. „Es soll ein multifunktionaler Bau werden, der im Falle wieder sinkender Schülerzahlen auch anderweitig genutzt werden könnte“, betonte Borgmann. Er forderte verlässliche Aussagen des Landkreises zur Zukunft des Schulstandorts. „Wir dürfen unsere tollen Modelle nicht für etwas anderes, vages preisgeben“, betonte der Bürgermeister.

Mehrere Jubiläen stehen an

Gründe zum Feiern hat die Stadt Brück dieses Jahr zu mehreren Jubiläen.

So wird die Oberschule 40 Jahre alt, das Eltern-Kind-Zentrum (Ekiz) besteht seit zehn Jahre und das Mehrgenerationenhaus kann fünften Geburtstag feiern.

Alle Feierlichkeiten sollen im Rahmen des Campusfestes im Juni gemeinsam begangen werden.

Er ging damit auf die Diskussion um eine gemeinsam Gesamtschule mit Abiturstufe ein, die nach Vorstellungen des Kreises in Treuenbrietzen und Brück etabliert werden soll. „Es ist alles spekulativ, wenn in Treuenbrietzen jedoch das Gymnasium bleibt, wird es keine Gespräche geben“, sagte Borgmann. Zumindest in dem Punkt fand er in Wolfgang Blasig (SPD) einen Unterstützer: „Wir werden es nicht zulassen, dass diese exzellente Schullandschaft gefährdet wird“, sagte der Landrat in seinem Grußwort.

In diesem dankte er allen Brückern auch für die Gastfreundschaft gegenüber den Flüchtlingen. „Mir ist bewusst, dass es im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, die höchste Konzentration an Flüchtlingen ist, aber ich bin begeistert wie tolerant und offen sie diesen Menschen begegnen“, sagte Blasig und lobte die Willkommenskultur im Planestädtchen. Auch die für die Flüchtlingsquartiere zuständige Sozialarbeiterin, Rose Dittfurth, bedankte sich bei den Einwohner für die Toleranz und die vielen Spenden. Zwischenzeitliche Probleme seien nun mit Hilfe eines Heimbeirates gelöst worden. „Wir nennen ihn Parlament, auch Frauen sind dabei“, erzählte Dittfurth: „Seitdem funktioniert das Zusammenleben wesentlich besser.“

Helmut Kautz wandte sich direkt an Karl-Heinz Borgmann. „Ich danke, dass Sie den Weg weiter mit uns gehen, danke, dass sie unser Bürgermeister sind, wir werden noch gemeinsam vieles schaffen“, sagt der Brücker Pfarrer. „Ich bin mit meinen Gebeten täglich bei ihnen“, so der Geistliche. Er nahm damit Bezug auf die schwere Erkrankung des Stadtoberhauptes. Wie schwer sie ist, konnten alle Gäste der Empfangs erahnen, als Borgmann allen „ein gesundes neues Jahr“ wünschte und dabei sehr ergriffen war.

Von Andreas Koska

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