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Gelebte deutsche Einheit seit 27 Jahren

Schwabeck Gelebte deutsche Einheit seit 27 Jahren

Große Wiedersehensfreude in Schwabeck: In dem Treuenbrietzener Gemeindeteil wurden am Wochenende 44 gute Freunde aus Bayern begrüßt. In 27 Jahren gab es 14 Treffen der Partnerorte Niederschönenfeld-Feldheim in Bayern und Feldheim-Schwabeck in Brandenburg. Dabei geht es längst nicht nur um Geselligkeit.

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Als Gastgeschenk für Schwabeck hatten die Bayern diesmal eine schwere Bank im Gepäck. Überreicht wurde sie am Sonnabend im Festzelt.

Quelle: foto: Th. Wachs

Schwabeck. Längst nicht nur gesellig wird seit 27 Jahren die deutsche Einheit zwischen zwei Dörfern in Brandenburg und Bayern aktiv gelebt. So auch am Wochenende wieder. Für drei Tage hieß es im Gemeindeteil Schwabeck des Treuenbrietzener Ortsteiles Feldheim „die Bayern kommen“. Insgesamt 44 langjährige Freunde aus der rund 600 Kilometer entfernten Gemeinde Niederschönenfeld-Feldheim machten Station bei ihren Gastgebern in Feldheim-Schwabeck.

Seit 1990 wird dieser Kontakt intensiv gegenseitig gepflegt. 14 Treffen in wechselnden Abständen fanden bereits statt. Schon längst sind Unterschiede zwischen Ost und West kein Thema mehr. „Heute haben wir eher ähnliche gesamtdeutsche Probleme, bei deren Lösung wir voneinander lernen können“, sagt der Chef der 1350 Einwohner zählenden Gemeinde ein Bayern. Aktuell steht dort die Energiewende stark im Focus. „Sie kann nur mit örtlichen Modellen gelingen, wie ihr sie hier in Feldheim schon längst praktiziert habt“, sagte der Bürgermeister. „Wir wehren uns gerade massiv gegen eine Monster-Starkstromtrasse, die unsere Gemeinde zerschneiden würde“, erklärte Peter Mahl in seinem Grußwort zum Auftakt des geselligen Abends am Domizil des Heimatvereines Schwabeck. Dessen zweiter Vorsitzender, Jochen Puhlmann, hatte das Besuchsprogramm ein Jahr lang vorbereitet. Neben Besichtigungen und einer Diskussionsrunde im Energieautarken Dorf Feldheim standen am Sonnabend Exkursionen in Potsdams sowie eine Dampferfahrt an. Letztere endete freilich schon auf halber Strecke nach einem Motorschaden des Schiffes. Der Feierlaune tat dies im Festzelt am Abend aber keinen Abbruch.

Auf der neuen Bank der Partnerschaft sitzen

Auf der neuen Bank der Partnerschaft sitzen: Hubert Zeller, Vize-Bürgermeister aus Bayern, Jochen Puhlmann, Vize-Chef des Heimatvereins Schwabeck sowie Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape, Petra Richter, Ortsvorsteherin von Feldheim, und Peter Mahl, Bürgerrmeister aus Bayern.

Quelle: Thomas Wachs

Von den 44 Besuchern waren zehn schon seit dem Anfang der innerdeutschen Partnerschaft dabei, hat Jochen Puhlmann festgestellt. Der Älteste ist Alois Rupp. Der 89-Jährigen organisierte bis vor wenigen Jahren noch den Austausch auf Seiten der Bayern.

Längst sind Freundschaften zwischen Familien entstanden. So wie bei Annelies Engelhard. Sie sind Stammgäste bei Ernst Puhlmanns Familie in Schwabeck, „seitdem unsere Tochter vier Jahre alt war. Heute ist sie 30“, sagt die Besucherin aus Bayern.

Vor 27 Jahren kamen ihre Landsleute das erste Mal „auf ihrer Fahrt ins unbekannte Land zu uns“, erinnerte sich Jochen Puhlmann: „Damals staunten euere Landwirt über unsere großen Felder und wir wussten beim Gegenbesuch nicht, wie man einen Einhebel-Wasserhahn bedient“, so der Vereins-Vize aus Schwabeck. Heute gehe es darum, „diese ganz besondere Freundschaft mit einer neuen Generation weiter zu festigen“, sagte Peter Mahl, der Ortschef aus Bayern.

Von Thomas Wachs

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