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Potsdam-Mittelmark Gema will Geld für Pausengong
Lokales Potsdam-Mittelmark Gema will Geld für Pausengong
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13:06 25.10.2013
"How I Met Your Mother" ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Quelle: Pro Sieben
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Kleinmachnow

Kinder, heute erzähle ich euch ausnahmsweise mal nicht die Geschichte, wie euer Vater eure Mutter kennengelernt hat, sondern warum sich die Musikverwertungsgesellschaft "Gema" bei einer Schule in Kleinmachnow zurzeit nicht besonders beliebt macht. Die Geschichte geht so: Auf das langweilige Ding-Dong des Vorgängers, eines altbackenen Drei-Ton-Gongs, hatten die Schüler des Evangelischen Gymnasiums Kleinmachnow am Schwarzen Weg keine Lust mehr. Was bei Handyklingeltönen funktioniert, müsste doch auch bei der Schulglocke funktionieren, dachten sich die Schüler. Wenn es zur Pause oder zum Unterricht läutet, so die Idee damals, sollte künftig eine fetzige Melodie erklingen.

Ein Jahr tüfftelten die siebten bis elften Klassen, welcher Song aus den Schullautsprechern schallen soll. Drei Lieder schafften es in die Endauswahl und der Gewinnersong ist ein Klassiker, der zumindest Fernsehzuschauern bekannt vorkommen dürfte: Seit mehr als einem Jahr hören die Gymnasiasten bis zu 16-mal am Tag für etwa zehn Sekunden den Titelsong der TV-Serie "How I met your mother". Die erfolgreiche US-amerikanische Sitcom erzählt die Geschichte, wie ein Vater seinen beiden Kindern in der Rückschau davon berichtet, wie er ihre Mutter kennengelernt hat.

Ein einzigartiger Gong, ein hübscher Einfall, könnte man meinen, zumal die Melodie angenehm und nicht nervtötend ist. Das Projekt wäre trotzdem fast gestorben und das hat wiederum zu tun mit der Gema, also der Gesellschaft, die die Urheberrechte von Musikern wahrnimmt und in deren Interesse Gebühren für das Abspielen von Musiktiteln erhebt. Ein aufmerksamer Vater hatte den Schulleiter des Gymnasiums, Peter Brandsch-Böhm, darauf aufmerksam gemacht, dass für den neuen Pausengong möglicherweise Gebühren anstehen.

Die Gema bestätigte diese Vermutung. In einem Schreiben, das der MAZ vorliegt, teilt der Musikverwerter der Schule mit, dass Gebühren, "auch wenn es nur zehn Sekunden sind", für den "How I met your mother"-Ton anfallen. Ansprüche von Urhebern würden immer dann entstehen, wenn ihre Werke von anderen genutzt werden und diese Werke erkennbar sind. "Natürlich gibt es für eine solche atypische  Nutzungsform keinen speziellen Tarif", schreibt der zuständige Sachbearbeiter. Weshalb sich die Gebühr mit einer vergleichbaren Größe für die "Tonträgerwiedergabe im Bereich Aufenthaltsraum" berechnen ließe. Im Portemonnaie macht das genau 60 Euro netto jährlich.

Zweimal habe seine Schule bereits den jährlich anfallenden Betrag von 67 Euro gezahlt, sagt Brandsch-Böhm. Dass die Gema Gebühren für den Song verlangt, habe ihn überrascht. Doch wegen des Geldes wollte er das Projekt nicht scheitern lassen. "Die Schüler haben da viel Energie reingesetzt." Nach Auskunft des Schulleiters hätten sich die rund 400 Gymnasiasten längst an ihren Klingelton gewöhnt und seien "nach wie vor angetan". "Die Schüler hören das viel lieber als einen normalen Gong." Auch er, der Direktor, komme gut mit dem Song zurecht. "Fühlt sich an wie Zuhause."

Von Diana Bade

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