Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Gemeinde investiert mehr denn je
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde investiert mehr denn je
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:10 10.04.2018
Für den Ausbau der Grundschule Caputh sollen in diesem Jahr zunächst mögliche Varianten untersucht werden. Quelle: Luise Fröhlich
Anzeige
Schwielowsee

Die rasant gestiegene Zahl an Kindern stellt die Gemeinde Schwielowsee vor große Herausforderungen. In den kommenden Jahren muss sie Schulen und Kitas erweitern, sanieren und um Neubauten kämpfen. „Das hat die Kontinuität des Haushaltes, um dir wir ständig gemüht sind, schlicht durchbrochen“, sagte Matthias Fannrich (Bürgerbündnis), Vorsitzender des Finanzausschusses, bei der Haushaltsdebatte am Mittwochabend. Eigentlich sollten die politischen Gremien den Haushalt beschließen, doch wegen eines Fehlers der Verwaltung bei der Bekanntmachung der Sondersitzung musste die Entscheidung auf den 28. Februar vertagt werden. Die Probeabstimmung ergab dennoch ein mehrheitlich positives Votum.

Haushalt nicht ausgeglichen

Die Ausgaben der Gemeinde werden 2018 bei rund 22,5 Millionen Euro und damit über den Einnahmen von etwa 21,06 Millionen Euro liegen. Der Griff in die Rücklage gleicht den Verlust aus. Erst 2021 soll wieder Geld in die Reserve fließen. Für Baumaßnahmen gibt die Kommune bis 2021 mehr als 14 Millionen Euro aus. „So viel hatten wir noch nie“, sagte Kämmerin Ute Lietz. Die Bilanz drückt außerdem der Kredit in Höhe von vier Millionen Euro, den die Gemeinde für Ausbau und Sanierung der Meusebach-Grundschule Geltow aufgenommen hatte. Die Container, in denen die Schüler übergangsweise unterrichtet werden, will die Kommune für 1,7 Millionen Euro kaufen, weil es nicht wirtschaftlich sei, sie zu mieten. Dadurch steigt das Gesamtbudget auf 8,5 Millionen Euro. Das Land gibt wie berichtet etwas mehr als drei Millionen dazu.

Mehr Platz in Kita und Schule

Für den Anbau an die Fercher Kita sind zunächst 300 000 Euro und für 2019 weitere 330 000 Euro eingeplant. Die Gemeinde hofft auf eine Förderung vom Landkreis, die sie bis März beantragen muss. Auch in der Caputher Grundschule wird es eng. Eine Untersuchung soll Aufschluss über Ausbauvarianten bringen. Kostenpunkt: 35 000 Euro.

Neue Autos für die Feuerwehr

381 200 Euro investiert Schwielowsee 2018 in ein neues Löschfahrzeug für Caputh. Geltows Wehr erhält einen Anbau in Form einer Leichtbauhalle für Geräte im Wert von 63 000 Euro. Weitere 32 000 Euro fließen in Pumpen, Atemschutzgeräte oder Rollcontainer für die ehrenamtlichen Brandschützer.

Straßen werden erneuert

Die Radwege und Holzbrücken zwischen Ferch und Caputh müssen vor allem aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Zur Förderung über 1,1 Millionen Euro schießt die Gemeinde 340 000 Euro hinzu. Außerdem steht der Ausbau des Schmerberger Weges in Caputh an. Dafür werden 433 000 Euro aus Eigenmitteln fällig. Auch die Straße Am Pappeltor wartet auf eine Sanierung. 2018 sind dafür 87 805 Euro vorgesehen. Bundeswehr und Land stemmen die restlichen Kosten für den ersten Bauabschnitt.

Steuereinnahmen steigen

9,2 Millionen Euro holt die Gemeinde über Steuern und Abgaben in den Haushalt. Von Gewerben kommen 1,75 Millionen Euro – 250 000 Euro mehr als im Vorjahr. Künftig könnten sich die Einnahmen weiter erhöhen, weil das Gewerbegebiet Ferch entwickelt werden soll.

Personalkosten erhöhen sich

Auf der Seite der Ausgaben stehen an erster Stelle die Personalkosten von mehr als acht Millionen Euro. Die Verwaltung will in diesem Jahr von extern ihre Struktur durchleuchten lassen. Dabei soll ein effektiverer Stellenplan herauskommen. 2015 lagen die Personalkosten noch bei rund sechs Millionen Euro. Bis zum Sommer erhöht die Mitarbeiterzahl von 170 auf 190, wie Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) sagte. Die Schlüsselzuweisung sinkt im Vergleich zu 2017 um rund 400 000 Euro, während sich die Abgabe an den Kreis um 200 000 Euro verringert.

Pläne für Kita-Neubau schreiten voran

Im Januar fanden erste Gespräche zwischen der Verwaltung und dem Evangelischen Diakonissenhaus zur freien Trägerschaft für eine weitere Kita in Caputh statt, wie Kerstin Hoppe mitteilte.

Das Diakonissenhaus interessiere sich für eine freie Trägerschaft und wolle auf einem eigenen Grundstück zwischen Kirche und Seniorenheim einen Kindergarten errichten. „Was besseres könnte uns nicht passieren“, sagte Heiko Hüller, Vorsitzender des Bauausschusses.

Die Gemeinde plant bereits jetzt in den nächsten Jahren einen Eigenanteil für die noch zu planende Kita. Vorausgegangen war ein im November vom Fachausschuss einstimmig angenommener Antrag der Fraktion CDU/FDP/UBS zur Prüfung, ob und wo eine zweite Kita in Caputh errichtet werden könnte.

Von Luise Fröhlich

Die Solar-Oberschule in Beelitz schließt mit Betrieben und Einrichtungen der Region Kooperationsverträge zur Berufsorientierung ihrer Schüler ab. Auf einer Messe in der Schule stellten sieben Unternehmen ihre Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten vor. In intensiven Trainings bereitet die Solar-Oberschule ihre Schüler auf die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz vor.

26.02.2018

Vertreter aus Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf haben die „Schönefelder Welle“ besucht. Das Hallenbad in der Gemeinde Schönefeld ist mögliches Vorbild für eine entsprechende Anlage in der Region. Schönefeld hatte seinerzeit acht Millionen Euro in den Bau investiert. Happig ist indes der jährliche Zuschuss.

01.02.2018

Die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg (Die Linke) ist jetzt netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im deutschen Parlament. Zudem ist die Politikerin zur Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda des Bundestages gewählt worden. Domscheit-Berg, die im Wahlkreis 60 Dietlind Tiemann (CDU) unterlag, bezeichnet die Ressorts als „Herzensthemen“.

01.02.2018
Anzeige