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Potsdam-Mittelmark Gemeinde bleibt bei Absage an Remex
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde bleibt bei Absage an Remex
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00:19 10.06.2017
Sie gehören zu den Remex-Kritikern: Anwohner Jörg Mallok und Kerstin Mallok-Gerwin aus Groß Kreutz. Quelle: Marion von Imhoff
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Jeserig

Die Gemeindevertreter von Groß Kreutz (Havel) lehnen weiter mehrheitlich die Expansionswünsche der Bodenaufbereitungsfirma Remex GmbH ab. Das Landesumweltamt hält das für rechtswidrig und plant, das Einvernehmen zu ersetzen. In der Debatte dazu am Dienstagabend in der Gemeindeverwaltung in Jeserig war sogar von einer Klage die Rede.

Remex plant, die jährliche Aufnahmekapazitäten von kontaminiertem Boden von 30 000 Tonnen auf 45 000 Tonnen zu erhöhen und benötigt dafür die Genehmigung des Landesumweltamtes. Der Boden stammt von Baustellen aus Berlin.

Anwohner beschweren sich immer wieder über den von der Firma verursachten Schwerverkehr und die Staubbelastung. Schenkenbergs Ortsvorsteher Christian Sommer schlug nun eine Klage vor. Bürgermeister Reth Kalsow bremste, „wir müssen prüfen, ob eine Klage Aussicht auf Erfolg hat“. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Franz Herbert Schäfer, mahnte: „Das ist die Frage, ob wir gutes Geld dem Schlechten hinterherwerfen.“ Kalsow erinnerte an den ohnehin schlechten Straßenzustand der Landstraße 86. „Wir müssen uns bemerkbar machen, damit das Land spürt, dass wir ein Problem vor Ort haben.“ Der Deetzer Ortsvorsteher Burghard Süring, der auf der Deetzer Meab-Deponie arbeitet, warnte vor einer scheinheiligen Dabatte.

Das Landesumweltamt verweist auf die Zustimmung des Landesbetriebes Straßenwesen aus verkehrlicher Sicht zu den Remex-Plänen. Auch der Landkreis gibt grünes Licht. Zudem kündigte Remex bei einem Krisentreffen an, die Schlackeaufnahme um 15 000 Tonnen zu reduzieren, also genau um jene Menge, um die die Bodenbehandlungsanlage erweitert werden soll. Daher sei nicht mit mehr Lastwagen zu rechnen, sagt das Landesumweltamt. Lastwagen, die Boden bringen oder abholen, dürften nur mit abgedeckter Ladefläche fahren, alles andere sei unzulässig. Das erlaube aber nicht das Versagen der Zustimmung, so das Landesumweltamt.

Von Marion von Imhoff

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