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Gemeinde erwartet bald ihre ersten Mieter

Linthe Gemeinde erwartet bald ihre ersten Mieter

Die Sanierung der kommunalen Immobilie an der Teichgasse 1 in Linthe ist fast beendet. Die Gemeinde erwartet dort im November ihre ersten Mieter. Mitten im Dorf sind sechs Wohnungen entstanden. Für das seit 2012 verfolgte Projekt hatte es in der Planungszeit auch Streit um die Wirtschaftlichkeit gegeben.

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An der Teichgasse 1 in Linthe hat die Gemeinde ihr Haus mit sechs Mietwohnungen fast fertig.

Quelle: Andreas Koska

Linthe. Im November sollen die Mieter die sechs neuen Wohnungen an der Teichgasse 1 in Linthe beziehen. Dann sollten an dem kommunalen Gebäude die letzten Sanierungs- und Ausbauarbeiten beendet sein. Gerade werden die Fußböden fertiggestellt. „Der Energieausweis soll im September vorliegen“, sagte Melitta Boese, die Kämmerin des Amtes Brück, in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Danach können die Wohnungen für die Vermietung freigegeben werden. Bis es soweit ist, sollen auch noch die Außenanlagen fertig sein. Dafür wurden jetzt fünf Lose mit einem Volumen von etwas über 100 000 Euro vergeben.

Der Treppenaufgang soll demnach einen Granitbelag erhalten. Die Außenanlagen samt Müllplatz und Zaunanlage werden ebenfalls in Angriff genommen. So wie auch die Zufahrt von der Lindenstraße her. Am Eingang zum Haus wird eine Rampe montiert, um das Gebäude stufenfrei erreichen zu können. Auf dem Hof erhalten Mieter einen Autostellplatz je Wohnung.

Schon ende Mai hatten die Gemeindevertreter für das Objekt eine Kaltmiete in Höhe von sieben Euro je Quadratmeter beschlossen. Die Vorauszahlung für die verschiedenen Betriebskosten beträgt zudem insgesamt 2,20 Euro pro Quadratmeter. Mieter zahlen ferner zwei Monatskaltmieten als Kaution.

Die Gemeinde Linthe hatte vor drei Jahren mit Planungen für das Haus begonnen. Ursprünglich ging man von mehr als einer Million Euro an Baukosten aus. In der Planungsphase hatte es kontroverse Debatten um die Wirtschaftlichkeit der kommunalen Investition gegeben. Ursprünglich sollten in dem Haus gar acht Wohnungen Platz finden. Sodann wurde jedoch auf den Ausbau des Dachgeschosses verzichtet und die Pläne abgespeckt. Somit sanken die Planungskosten auf rund 600 000 Euro. Dafür sollten je Etage zwei kleinere und eine größere Wohnung entstehen.

Von der Teichgasse her erhält das kommunale Haus noch einen Zugang  ohne  Stufen

Von der Teichgasse her erhält das kommunale Haus noch einen Zugang ohne Stufen.

Quelle: Andreas Koska

Alle bisher bezahlten Leistungen und erteilten Aufträge belaufen sich nun bereits auf Kosten von 600 000 Euro. Hinzu kommen die Außenanlagen, so dass Gesamtkosten von circa 700 000 Euro auf jeden Fall zu Buche schlagen werden. „Dies wäre aus meiner Sicht für ein derart umfangreiches Bauprogramm und in Anbetracht der stetig steigenden Preise für Bauleistungen durchaus ein moderates Ergebnis“, sagt Marion Jahn, Fachbereichsleiterin Bauen beim Amt Brück. Immerhin liegen die Firmen im Zeitrahmen. Ab 2014 wurde geplant, in 2015 erfolgte dann der Umbau, ein Jahr später sollten die Restarbeiten erledigt und 2017 nach der Fertigstellung der Außenanlagen das Gebäude bezugsfertig sein. Das funktioniert offenbar. Die kleinen Wohnungen könnten für alleinstehende Senioren oder junge Menschen interessant sein, hoffen die Gemeinderäte.

Um Wohnraum zu schaffen, hatte die Gemeinde das ursprünglich 1934 direkt gegenüber des Kirchhofes errichtete Haus samt Vierseithof im Jahr 2012 für rund 80 000 Euro erworben. Einige Gebäude des Hofes wurden abgerissen. Lediglich die früheren Stallungen nutzt die Gemeinde noch, um dort kommunale Utensilien zu lagern.

Von Andreas Koska

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