Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Gemeinde muss neue Allee anlegen
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde muss neue Allee anlegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:07 16.03.2018
Kein Allee-Charakter mehr: Für den Ausbau der Hubertusstraße in Michendorf ist die komplette Baumreihe auf der östlichen Seite gefällt worden. Quelle:  Jens Steglich
Anzeige
Michendorf

Die Gemeinde Michendorf muss für den Natureingriff in der Hubertusstraße an anderer Stelle eine neue Allee anlegen. So hat es jetzt die Untere Naturschutzbehörde (UNB) verfügt. Die UNB stellt die Gemeinde damit vor eine Herausforderung, die diese annehmen will. „Wir werden die Auflage erfüllen und prüfen, wo die Allee entstehen kann“, sagte Bauamtsleiter Christopher Gerhardt. Der Schwerpunkt der Standortsuche liege in den Neubaugebieten.

Ersatz für gefällte Bäume zu pflanzen ist üblich, eine neue Allee anzulegen ist zumindest in der Amtszeit von Gerhardt ein Novum für Michendorf. Die Gemeinde hatte die Fällung von 21 Bäumen beantragt, um die Hubertusstraße auszubauen – mit einem Gehweg und Regenentwässerung. Die Straße verliert damit auf der östlichen Seite die komplette Baumreihe und damit den Allee-Charakter. Die Genehmigung für den Eingriff erlischt, wenn die Gemeinde nicht innerhalb eines Jahres nach Fertigstellung der Straße eine neu gepflanzte Allee in der Länge der Hubertusstraße im Gemeindegebiet nachweist.

Die östliche Baumreihe in der Hubertusstraße ist bereits verschwunden. Kurz nach Eintreffen des Behördenbescheids ließ die Gemeinde Anfang dieser Woche die 21 Bäume fällen, darunter waren vor allem Linden. Zuvor hatte die Naturschutzbehörde anerkannt, dass beim Ausbau eine Reduzierung der Straßenbreite auf 4,50 Meter nicht möglich sei. Ein Verzicht auf den Gehweg konnte wegen der Schulwegsicherheit nicht erreicht werden, heißt es im UNB-Bescheid. Baustart in der Hubertusstraße ist für Mai geplant. Ausgebaut wird sie auf eine Breite von 5,05 Metern, damit Begegnungsverkehr möglich bleibt. Mit Gehweg und Regenentwässerung war laut Bauamt nicht mehr genug Platz für beide Baumreihen.

„Mir fällt es schwer zu glauben, dass es keine andere Lösung gab als die Fällung“, sagte Rüdiger Herzog. „Das einzige, was man jetzt noch machen kann, ist ein guter Ausgleich für den Eingriff“, so der ehemalige Kommunalpolitiker der Grünen, der hinzufügte: „Das jetzt Vereinbarte ist ein guter Ausgleich.“ Herzog, der in Michendorf wohnt und auch Mitglied der Naturfreunde Brandenburgs ist, hätte sich allerdings gewünscht, wenn bei der Ausbauplanung für eine geschützte Allee frühzeitig Naturschutzbehörde und -verbände beteiligt worden wären. Die Gemeinde hatte in einem langwierigen Entscheidungsprozess die Pläne allein mit den Anliegern der Straße abgestimmt. Herzog hält es vor allem für wichtig, sich beim Ausgleich von Natureingriffen in der Gemeinde nicht im „Klein-Klein“ zu verlieren und stattdessen zusammenhängende natürliche Lebensräume vor Ort zu schaffen.

In einem anderen Konflikt zwischen Michendorf und der UNB unterbreitet die Gemeinde einen Vorschlag, der in diese Richtung geht. Die UNB hatte der Kommune untersagt, für den Bau eines Kreisverkehrs an der Potsdamer und Luckenwalder Straße Bäume zu fällen. Michendorf legte Widerspruch ein, bietet nun laut Bauamtsleiter aber an, als Ersatz für den beantragten Eingriff eine erhebliche Zahl von Bäumen in der Potsdamer Straße zu pflanzen, um den Allee-Charakter dort zu stärken und zu erhalten. „Für fünf Bäume am Kreisverkehr-Standort wollen wir zwölf Bäume in der Potsdamer Straße pflanzen“, so das Kompromiss-Angebot.

Von Jens Steglich

Im Technologie- und Gründerzentrum in Bad Belzig herrscht Leerstand. Die Kreisverwaltung hat vorsorglich Büros geschlossen und Gutachter bestellt, um die Folgen der Schimmelausbreitung zu analysieren. Doch erst auf MAZ-Anfrage und mit wenig Klarheit wird darüber informiert, dass unter anderem die Mitarbeiter des Jobcenters nun andernorts zu finden sind.

16.03.2018

Die Gemeinde Wusterwitz hat sich am Mittwochabend mehrheitlich für den 416.000 Euro teuren Anbau der Kita Schwanennest ausgesprochen. Zuvor hatte Linken-Politiker Lothar Ohge mangelnde Transparenz bei der Auftragsvergabe kritisiert. Er stimmte daher aus Protest gegen den Anbau.

10.04.2018

Das Kreisentwicklungsbudget des Kreises Potsdam-Mittelmark ist eine Erfolgsgeschichte. Der seit 2011 bewährte Mitteltransfer von reichen an arme Kommunen sollte beibehalten und aufgestockt werden, finden die Linken. Landrat Wolfgang Blasig (SPD) sieht Bedarf für Veränderungen.

16.03.2018
Anzeige