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Gemeinde setzt große Stücke auf neue Pastorin

Lütte, Ragösen, Fredersdorf Gemeinde setzt große Stücke auf neue Pastorin

Dorothea Sitzler-Osing ist als evangelische Pfarrerin für Lütte, Fredersdorf und Ragösen (Potsdam-Mittelmark) in ihr Amt eingeführt worden. Die Christen aus den drei Bad Belziger Ortsteilen setzen große Stücke auf die promovierte Geistliche und erhoffen sich neue Impulse für die Arbeit in den drei Gemeinden.

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Die Gemeinde freut sich auf die neue Pastorin.

Quelle: Christiane Sommer

Fredersdorf. Dorothea Sitzler-Osing hat sich „auf das Wagnis Kirche im ländlichen Raum eingelassen“, sagt Superintendent Siegfried-Thomas Wisch. Für eine eigene Pfarrstelle gab die 52-Jährige ihre Anstellung als Referentin für diakonisch-theologische Fort- und Weiterbildung im Evangelischen Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin auf. Seit Sonntag ist sie jetzt auch ganz offiziell Pfarrerin der Trinitatisgemeinde Ragösen und der Martinskirchengemeinde Lütte. In der Fredersdorfer Kirche wurde Sitzler-Osing in das Pfarramt eingeführt.

Neben ihren fünf Kindern nahmen gut 200 Christen aus den umliegenden Orten, Berufskollegen und Weggefährten am Festgottesdienst teil. Dass die im Vorfeld im Konsistorium ausgestellte Berufungsurkunde, mit der ihr formell die Pfarrstelle anvertraut wird, einen kleinen Fehler auswies – das Geburtsdatum war vertauscht – konnte daran nichts ändern. „Wir lesen die Urkunde in berichtigter Form vor“, sagte der Superintendent und versicherte, dass das korrigierte Papier nachgereicht werde.

Dorothea Sitzler-Osing predigt in Fredersdorf

Dorothea Sitzler-Osing predigt in Fredersdorf.

Quelle: Christiane Sommer

Geboren im Badischen, studierte sie in Bonn Theologie und Vergleichende Religionswissenschaften sowie Ägyptologie. „Sie bekommen damit eine sehr schlaue Pfarrerin“ und „Da kann man vor Neid erblassen“, meinte Wisch weiter. Von den Erfahrungen, die Sitzler-Osing während ihrer wissenschaftlichen Arbeit aber auch in der Jugend- und Familienarbeit in den zurückliegenden Jahren gesammelt hat, können jetzt die hiesigen Christen profitieren, für die die Geistliche nunmehr verantwortlich zeichnet.

Mit Freude, Neugier, voller Zuversicht und großem Respekt voreinander sehen sowohl Sitzler-Osing als auch die Gemeindeglieder in Fredersdorf, Schwanebeck, Dippmannsdorf, Ragösen sowie Groß und Klein Briesen der kommenden gemeinsamen Zeit entgegen.

„Ich hoffe auf neue Impulse für die Gemeindearbeit“, sagte Maria Sternberg. Impulse, die das ohnehin schon lebendige und vielfältige Miteinander in dem 375 Seelendorf Fredersdorf noch weiter stärken. Kristin Grünthal aus dem Nachbardorf Schwanebeck indes hofft, dass es mit der neuen Pfarrerin klappt, im Ort das Gemeindeleben zu beleben. „Dass das gelingt, davon bin ich überzeugt“, sagte die zweifache junge Mutter.

Die Nachfolge von Edgar Meißner

Die vielen Aufgaben, die vor Dorothea Sitzler-Osing liegen, will dieselbe mit Ruhe und Gelassenheit angehen. Seit Jahresbeginn versieht sie bereits den Pfarrdienst in den Gemeinden und hat damit die Nachfolge von Edgar Meißner angetreten, der vor einem Jahr in den Ruhestand wechselte. Das alte Lütter Pfarrhaus ist zwischenzeitlich das Zuhause für die Familie geworden. Auch wenn dort noch nicht alle Bauarbeiten beendet sind.

Nach dem ersten Kennenlernen in den Dörfern blickt die promovierte Geistliche voller Optimismus in die Zukunft. „Sie will hier leben und bleiben“, bemerkte der Superintendent – um in den Flämingdörfern „die froh machende Botschaft den Menschen nahe bringen“ und um für die Menschen da zu sein, im Gottesdienst und im Alltag.

Von Christiane Sommer

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