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Gemeinde will Gasthaus zur Kita machen

Michendorf plant Kauf der Immobilie Gemeinde will Gasthaus zur Kita machen

Es muss dringend Platz her in Michendorf. Die Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark hat einfach nicht genug Kindergartenplätze. Nun soll ein früheres Gasthaus gekauft werden. Was sich kurios anhört, könnte aber gleich zwei große Probleme aus der Welt schaffen.

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Das Ex-Gasthaus in der Potsdamer Straße steht noch leer, ist inzwischen aber saniert. Es könnte 75 bis 100 Kindern Platz bieten.

Quelle: JST

Michendorf. Es ist ein Plan, mit dem auf einen Schlag zwei Probleme aus der Welt geschafft werden können: Die Gemeinde Michendorf will die ehemalige Gaststätte in der Potsdamer Straße kaufen, um darin einen dringend benötigten Kindergarten einzurichten. Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) bestätigte auf Anfrage das Vorhaben. „Wir beseitigen damit jahrzehntelangen Leerstand und lösen unser Kita-Problem“, sagte er. In dem Gebäude, in dem sich nach der Wende kurzzeitig das griechische Restaurant „Aphrodite“ befand, könnten 75 bis 100 Betreuungsplätze entstehen.

Wie berichtet, sorgen neue Bauprojekte für weiteren Zuzug. Die Kitas in Michendorf sind aber bereits voll ausgelastet. In der Bahnstraße will der Projektentwickler NCC 78 Häuser für junge Familien bauen. Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass allein durch den Bau dieses Viertels 78 bis 120 weitere Kinder in den Kitas und Schulen zu erwarten sind. Das Grundstück in der Potsdamer Straße ist 2600 Quadratmeter groß, bietet also auch genug Freifläche zum Spielen. „Es sind gute Bedingungen für Kinder“, sagte Mirbach. Die Gemeindevertreter wollen am 25. April einen Grundsatzbeschluss „zur Schaffung einer neuen Kita“ fassen und den Bürgermeister beauftragen, geeignete Objekte ausfindig zu machen. Im Beschluss-Text gibt es noch keinen Bezug zu der Immobilie in der Potsdamer Straße. Es sollen aber bereits hinter den Kulissen Verhandlungen mit dem Eigentümer zum Kauf des Hauses laufen.

Das Gebäude ist saniert, aber eine „hohle Birne“ – „innen ist nichts mehr“, so Michendorfs Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP). Er befürwortet die Idee Mirbachs, merkt aber noch an, es sei seit Jahren bekannt, dass der Platz in den Michendorfer Kitas und in der Schule nicht ausreichen werde. Das Haus in der Potsdamer Straße war früher eine wichtige Adresse im Ort. Zu DDR-Zeiten hatten dort die Kleintier- und Obstzüchter ihren Sitz, der zugleich das beliebte Lokal „Vier Linden“ beherbergte. „Die Linden auf dem Grundstück haben wir in den 70er Jahren gepflanzt“, erzählte Gustav Quandte, langjähriger Vorsitzender der Kleintierzüchter. „Nach der Wende wurden es immer weniger Leute, keiner hatte mehr Zeit“, sagte er. Der Verein gab das Haus ab, das zum griechischen Restaurant „Aphrodite“ wurde, bis ein ungeklärter Brand in den 1990er Jahren dieses Kapitel beendete.

Von Jens Steglich

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