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Potsdam-Mittelmark Gemeinde will Kirchenkreis wechseln
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde will Kirchenkreis wechseln
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11:18 06.01.2018
Die Heilig-Geist-Kirche In Werder gab der Gemeinde ihren Namen – zu dem Zusammenschluss zählt auch die Glindower Kirche. Quelle: Bernd Gartenschläger
Werder

Die Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder will zum 1. Januar 2019 den Kirchenkreis wechseln. Pfarrer Georg Thimme bestätigte der MAZ diesen Wunsch, über den auch im aktuellen Gemeindeheft „Brieftaube“ berichtet wurde. Derzeit gehört die Gemeinde zum Kirchenkreis Potsdam, fühlt sich aber eigentlich dem Evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg (EKMB) mit Sitz in Kloster Lehnin näher. Zum dem zählen zum Beispiel die unmittelbaren Nachbarn in Töplitz, Bliesendorf und Groß Kreutz. Der Gemeindekirchenrat beantragt den Wechsel bei der Kirchenleitung. In einem nächsten Schritt werden die Kreissynoden dazu befragt.

Der Wunsch nach dem Wechsel hat verschiedene Gründe. „Werder und die Ortsteile sind durch eine Kirchenkreisgrenze getrennt“, erklärt Georg Thimme. Kommt es zu Kooperationen verschiedener Gemeinden innerhalb Werders, stößt man schnell an Grenzen, wie zwei beispielhafte Szenarien zeigen. Wollen die Heilig-Geist-Kirchengemeinde und die des Pfarrsprengels Alt-Töplitz etwa eine gemeinsame Sekretärin beschäftigen, die einen Tag in Töplitz und drei Tage in Werder präsent ist, aber telefonisch an allen Tagen ortunabhängig erreichbar sein soll, gebe es arbeitsrechtliche Probleme.

Schon seit 20 Jahren wird darüber diskutiert

Ähnlich kompliziert würde die Planung von gemeinsamen Aktivitäten verlaufen. Angenommen die Jugendmitarbeiterin des EKMB, zuständig für Alt-Töplitz, will ein Sommerfest für Schüler der 7. Klasse organisieren. Diese besuchen hauptsächlich Schulen in Werders Zentrum und wegen der guten Verkehrsanbindung fällt die Entscheidung, das Fest im Garten der Heilig-Geist-Kirchengemeinde auf der Insel zu feiern. Erwartet werden etwa 15 Jugendliche aus dem Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg, 45 aus der Werderaner Gemeinde – also dem Kirchenkreis Potsdam, und 40 konfessionslose Jugendliche. Bleibt die Frage, wie das Anstellungsverhältnis der Jugendmitarbeiterin zu regeln ist. Denn sie plant eine Veranstaltung, die in einem anderen Kirchenkreis stattfindet, bei der nur 20 Prozent der erwarteten Gäste überhaupt aus ihrem Arbeitsbereich stammen. Solche Konstellationen seien zwar fiktiv, aber nicht unrealistisch, wie es in dem Gemeindebrief heißt.

Gespräche, Diskussionen und Beratungen zum Kirchenkreiswechsel sind schon seit mehr als 20 Jahren im Gange. In Werder und den Ortsteilen leben mittlerweile mehr als 26 000 Einwohner – in der Innenstadt konzentriert sich durch Schulen, Ärzte, Supermärkte und anderen Einrichtungen das tägliche Leben vieler. Mit der steigenden Bevölkerungszahl in den Havelauen wächst die Heilig-Geist-Kirchengemeinde auch immer mehr mit der benachbarten Phöbener Gemeinde zusammen. Die dortige Kirche ist für die Havelauen-Bewohner besser zu erreichen.

Engere Zusammenarbeit ist wichtig

Eine engere Zusammenarbeit sei für die Entwicklung der Kirchengemeinden in der Region Werder unverzichtbar, worin sich die Werderaner und Töplitzer einig sind. Bereits jetzt gibt es einige Schnittpunkte. Ein gemeinsamer Gemeindebrief für alle Kirchengemeinden der Kommune Werder wäre ein nächstes Ziel.

Für einen möglichen Wechsel zum EKMB hat der Kirchenrat der Heilig-Geist-Gemeinde Rahmenbedingungen festgelegt. Dazu gehört unter anderem, dass alle Mitarbeiter übernommen werden und die Kirchengemeinde finanziell nicht schlechter gestellt wird.

Von Luise Fröhlich

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