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Gemeinde will Personal in Kitas aufstocken

Schwielowsee Gemeinde will Personal in Kitas aufstocken

Die Gemeinde Schwielowsee plant, ab dem 1. Januar fünf neue Personalstellen für Kitas zu schaffen. Die Kosten werden von der Gemeinde getragen, weil eine Erhöhung des Betreuungsschlüssels derzeit nicht in Sicht ist. Dieses Thema ist unter anderem im Sozialausschuss diskutiert worden. Grundsätzlich traf der Vorschlag auf offene Ohren, aber es gibt auch Bedenken.

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In Zeiten von hohem Krankenstand und Urlaub sind die Erzieher in den Kitas der Gemeinde Schwielowsee überlastet.

Quelle: Georg Wendt/dpa

Schwielowsee. Die Gemeinde Schwielowsee plant zum 1. Januar fünf neue Stellen für die Kitas und die integrierte Kindertagesbetreuung in Caputh und Geltow. Damit sollen die Erzieher in den Einrichtungen entlastet werden, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Die Kinder in der Gemeinde werden täglich mehr als 7,5 Stunden betreut – das heißt, die vom Gesetzgeber vorgegebene Personaldecke reicht nicht aus. Weil im Frühjahr einige Erzieher wegen Krankheit gleichzeitig ausfielen, musste die Verwaltung handeln und erarbeitete einen Plan für neue, eigenfinanzierte Stellen. Der Elternbeitrag soll sich nicht erhöhen. Entscheiden werden die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung Mitte Dezember.

Im Sozialausschuss entfachte eine rege Diskussion zu diesem Thema. Grundsätzlich kam der Vorschlag bei den Abgeordneten gut an. „Die Eltern klagen darüber, dass der Betreuungsschlüssel nicht eingehalten werden kann“, sagte Dirk Hünerson (Grüne). Die neuen Stellen seien wichtig, bedeuten aber einen Batzen Geld, den man dazu verwenden könne, das Gesamtproblem zu beheben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 135 000 Euro im Jahr. Da die Kinderzahl über das Jahr gesehen schwankt, könne man versuchen, an der ein oder anderen Stelle einzusparen, schlug Hünerson vor. Möglich wäre aus seiner Sicht ein Jahresarbeitszeitmodell für die Erzieher, wonach die Über- oder Minusstunden je nach Bedarf flexibel abgebummelt oder nachgearbeitet werden könnten.

Jahresarbeitszeitverträge als Option auf lange Sicht

„Minusstunden gibt es im Moment nicht“, sagte Hoppe. Das bestätigte auch Sabine Wieteck-Barthel, Fachbereichsleiterin für Zentrale Steuerung in der Gemeinde. Die Erzieher brauchen zudem diese Puffer, um ihre sechs Wochen Urlaub im Jahr nehmen und an Fortbildungen teilnehmen zu können. Jahresarbeitszeitverträge seien in der Gemeinde durchaus im Gespräch, aber die Entwicklung brauche noch Zeit.„Derzeit werden die Löcher mit Zeitarbeitern gestopft. Das geht schnell, ist aber ziemlich teuer“, berichtet Wieteck-Barthel. Der Begriff „Springer“ für die neuen Stellen sorgte für Verwirrung bei den Ausschussmitgliedern. Hoppe klärte auf, dass es sich um feste Stellen für die Kitas handelt, die aber nicht von ausgebildetem Fachpersonal besetzt werden, sondern von Auszubildenden oder Quereinsteigern. „Wir wollen vor allem junge Menschen ranziehen, aufbauen und für die Zukunft gewinnen“, so Hoppe.

Vielfach fragten die Ausschussmitglieder, ob man den Betreuungsschlüssel erhöhen könnte. „Das ist Aufgabe des Landes und nicht der Gemeinde“, sagte Wieteck-Barthel. Hoppe schlug daraufhin vor, im Namen der Gemeinde Schwielowsee einen Brief an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) zu schreiben und um Anpassung des Kita-Gesetztes zu bitten.

Von Luise Fröhlich

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