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Gemeinde will den Waldfriedhof erweitern

Lehnin Gemeinde will den Waldfriedhof erweitern

Der Lehniner Waldfriedhof ist mit seinen tausenden Quadratmetern zu groß, Urnenbestattungen nehmen auch dort zu. Dennoch möchte die Gemeinde Kloster Lehnin ihn um einen Friedwald am Alexis-Denkmal erweitern. Martin Schneider, langjähriger früherer Gemeindevertreter, hatte jahrelang darum gekämpft.

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Hendrik Tersch, Teamleiter im Bauhof.

Quelle: Marion von Imhoff

Lehnin. Der Waldfriedhof in Lehnin soll um einen Friedwald erweitert werden. So sehen die Pläne der Gemeinde aus. Ins Auge gefasst hat sie dafür ein rund 2000 Quadratmeter großes Waldstück, das am Willibald-Alexis-Denkmal direkt an den Friedhof grenzt. Es ist stattlicher Hain mit alten Eichen und Buchen. Derzeit untersteht die Fläche noch der Forstverwaltung.

Ein etwa gleich großes Stück Gehölz auf der anderen Seite des unbefestigten Weges ist Gemeindeland. Deswegen wäre aus Sicht der Kommune ein Tausch möglich. Das sagte Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) der MAZ. „Ein entsprechender Antrag wurde von uns vorbereitet.“

Marek Rothe, Leiter der Landeswaldoberförsterei Belzig, kündigte der MAZ gegenüber an, den Sachverhalt zu prüfen. „Ich werde es mir anschauen.“ Mehr könne er dazu noch nicht sagen, weil der Wunsch der Gemeinde für ihn neu sei.

Für Martin Schneider, der 15 Jahre lang Gemeindevertreter der SPD und bis zu seinem Ruhestand vor zehn Jahren als Arzt in Lehnin tätig war, ist ein Friedwald ein Herzensanliegen. „Ich habe den Eindruck, dass es mehrere Menschen sind, die sich eine solche Begräbnismöglichkeit in Lehnin wünschen.“ Das von der Gemeinde ins Auge gefasste Waldstück hatte er selbst noch als Kommunalpolitiker für Baumgräber ins Gespräch gebracht. „Das wäre wunderschön“, sagt Schneider zu den Plänen. „Ich dränge seit langem drauf, dass es einen Friedwald gibt.“ Eine solche Friedhofsfläche sei nötig, „weil die Angehörigen immer häufiger nicht mehr vor Ort wohnen, dann ist die Grabpflege schwierig zu bewerkstelligen“. Ein Friedwald sei eine „Stelle des Gedenkens, die nicht gepflegt werden muss, vergänglich ist, die aber dennoch ergreifend ist“. Eine Rasenfläche für Urnenbestattungen, wie es sie schon auf dem Waldfriedhof gibt, sei nicht dasselbe.

„Es betrifft uns auch persönlich“, sagt Martin Schneider weiter. Er und seine Frau, die als Ärztin in Golzow tätig war, hätten beide den Wunsch, in einem Friedwald beerdigt zu werden.

Der Waldfriedhof ist nach Angaben von Hendrik Tersch, zuständiger Teamleiter im Bauhof, mehrere tausend Quadratmeter groß. Rund 80 Prozent der Bestattungen dort seien Urnenbeisetzungen.

Von Marion von Imhoff

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