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Potsdam-Mittelmark Gemeinde zieht die Zügel an
Lokales Potsdam-Mittelmark Gemeinde zieht die Zügel an
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19:05 01.10.2017
In Nuthetal gibt es viele Pferde. Die Halter der Tiere sollen eine Woche verstärkt kontrolliert und über Ge- und Verbote aufgeklärt werden. Quelle: Irina Kirilenko
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Nuthetal

In der Gemeinde Nuthetal wird eine „Pferdewoche“ ausgerufen, in der Mitarbeiter des Ordnungsamtes verstärkt Kontrollen durchführen und mit Flyern in der Hand zu den Reiterhöfen ausschwärmen, um Aufklärungsarbeit über Ge- und Verbote für Pferdebesitzer zu leisten.

„Es gibt nach wie vor massive Beschwerden von Bürgern, die beklagen, dass auf Gehwegen geritten wird und die Wege durch Hinterlassenschaften der Pferde verunreinigt werden“, sagte Nuthetals Bau- und Ordnungsamtsleiter Rainer vom Lehn. „Wir wollen die Pferdehalter sensibilisieren, wollen in der Woche vor allem aufklären, werden aber auch ermahnen“, so vom Lehn. Ein groß angelegter Einsatz, um Bußgelder einzunehmen, sei aber nicht geplant. „Es geht darum, an allgemeine Verhaltensweisen zu erinnern: Dass man auf Gehwegen nicht reitet und die Verschmutzung durch Pferde zu beseitigen hat.“

Die „Pferdewoche“, die auf Initiative der Nuthetaler Bürgermeisterin organisiert wird, soll „irgendwann im Oktober“ stattfinden, den genauen Termin nannte vom Lehn nicht.
Die Schwerpunkte der Kontrollen kündigte er für Nudow und Bergholz an, den älteren Teil von Bergholz-Rehbrücke. In diesen beiden Gebieten gibt es die meisten Reiterhöfe in der Gemeinde Nuthetal und die meisten Beschwerden.

Mitarbeiter des Nuthetaler Ordnungsamtes verbringen nicht wenig Zeit damit, um Bürgerbeschwerden über zertrampelte Wege und liegengelassene Pferdeäpfel nachzugehen. In der Gemeinde wurde im Jahr 2011 deshalb auch die Einführung einer Pferdesteuer diskutiert. Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) verwies damals unter anderem auf den Mehraufwand, den die Kommune hat, um Wege in Ordnung zu halten und Hinterlassenschaften von Pferden zu beseitigen. Die Gemeinde hatte die Einführung einer Pferdesteuer prüfen lassen. „Damals gab es die Rechtslage nicht her, um sie einzuführen“, sagte vom Lehn, derzeit amtierender Bürgermeister, weil die Gemeindechefin im Urlaub weilt. Aktuell gibt es in der Gemeindeverwaltung keine Bestrebungen, einen neuen Anlauf zur Einführung einer Pferdesteuer zu nehmen, stellte er klar. „Wir werden uns nach der Auswertung der ,Pferdewoche’ aber noch einmal zusammensetzen und beraten, ob es weitergehende Maßnahmen geben könnte“, so der Ordnungsamtsleiter.

Keine Steuer und Kennzeichen für Pferde

In Nuthetal wurde 2011 die Einführung einer Pferdesteuer und einer Kennzeichnungspflicht für Pferde diskutiert, um die Instandsetzung zertrampelter Wege und die Beseitigung von Verunreinigungen zu finanzieren.

Als Gegenargumente gelten, das der Verwaltungsaufwand hoch ist für einen vergleichsweise kleinen Steuerertrag. Zudem würde eine alternative Einkommensquelle im land- und forstwirtschaftlichen Bereich mit einer Pferdeabgabe gefährdet.

Debattiert wurde damals in Nuthetal auch eine Kennzeichnungspflicht für Pferde. Eine Plakette mit Nummer sollte dafür sorgen, dass Ross und Pferdehalter nicht mehr anonym bleiben, wenn sie etwa auf dem Gehweg unterwegs sind und Pferdeäpfel zurückbleiben. Die Umsetzung erwies sich als schwierig, obwohl ein Reiterhof in Bergholz sich dafür aussprach, um festzustellen, aus welchem Stall das Pferd stammt und so falsche Schuldzuweisungen zu vermeiden.

Von Jens Steglich

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