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Potsdam-Mittelmark Ab jetzt mehr Ruhe und mehr Platz
Lokales Potsdam-Mittelmark Ab jetzt mehr Ruhe und mehr Platz
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02:16 01.08.2015
Fühlen sich wohl mit dem neuen flotten Farbenmix: Die Bibliotheksmitarbeiterinnen Birgit Wunderlich (l.), Justyna Wojtassek und Praktikantin Karin Böning (hinten). Quelle: Claudia Krause
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Kleinmachnow

Wenn am Donnerstag um 10 Uhr wieder die Gemeindebibliothek öffnet, werden die Kleinmachnower Leseratten staunen: „Es ist viel stiller“, sagt Bibliotheksleiterin Anke Fichtmüller. Denn der Schallschutz an der Decke tut seinen Dienst. Die akustischen Dämmplatten schlucken, was andere stören könnte. Früher hätten die Mitarbeiterinnen, die am Morgen die Bücher in die vorderen Regale einsortiert haben, immer gehört, was die Kolleginnen im hinteren Bereich gesprochen haben. Außerdem sei der Geräuschpegel von der Kinderbibliothek mitten im Raum doch manchmal erheblich gewesen, erzählt Anke Fichtmüller. „Wir sind jetzt sehr zufrieden hier“, sagt sie während der letzten Einräumarbeiten. Wegen des Umbaus war die Bibliothek vom 22. bis 29. Juli geschlossen gewesen.

Das Lob der Leiterin bezieht sich zudem auf den neuen separaten Raum gleich links vom Eingang. Dort sind jetzt die beiden Computerarbeitsplätze bequem und in einer ruhigen Ecke eingerichtet. Sie waren zuvor im Gang an der Fensterfront platziert, wo die Nutzer den Besuchsverkehr an den Bücherregalen im Rücken hatten – äußerst störend. Da das geschlossene Hochzeitszimmer (MAZ berichtete) im Erdgeschoss des Rathauses unweit der Bibliothek liegt, bekam das fünfköpfige Team den Raum nun dazu, so dass sein früheres Büro als Computerraum hergerichtet werden konnte. „Wir freuen uns über die 20 Quadratmeter, die wir dazu bekommen haben“, sagt Frau Fichtmüller, „es können gerne noch mehr sein. Aber wir sind nun einen schönen Schritt voran gekommen.“ Ein kleines Highlight ist der Tresenbereich in Grau-Grün geworden.

Das Fichtmüller-Team hat in der Bibiothek alle Hände voll zu tun. Täglich kommen rund 380 Besucher, manchmal sogar 600. Dann platzt die Bildungseinrichtung fast aus den Nähten. Besonders die Schulen nehmen die Angebote gern wahr. 37 000 Medien stehen den Nutzern zur Verfügung. Auch in Kleinmachnow macht sich immer mehr der Trend zum E-Book bemerkbar, sagen die Bibliothekarinnen. Sie ermöglichen unzufriedenen Bürgern ohne eigenen Computer auch, auf ganz leichte Art und Weise das Online-Maerker-Portal für Hinweise und Anregungen zur Infrastruktur ihrer Gemeinde zu nutzen. Außerdem bekommen Bibliotheksnutzer, die mit eigenem Laptop kommen einen kostenlosen WLAN-Anschluss.

2012 hat die Bibliothek das Projekt Vorlesepaten gestartet und Dutzende Bücher zusätzlich in den Bestand aufgenommen, die den Vorlesern exklusiv zur Verfügung stehen. Fitte Rentner ziehen gern mit Büchern durch die Kitas. Im gleichen Jahr war das Selbstbuchungssystem eingeführt worden, da die Zahl der Ausleihen seit 2009 um 30 Prozent rapide gestiegen war. Die neue Form der Ausleihe ermöglicht es jedem Besucher, ohne langes Anstehen Bücher für die Ausleihe zu registrieren.

Die Bibliothek ist eine freiwillige Leistung der Kommune. Offenbar ist es gut investiertes Geld, denn die Einrichtung wurde zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet.

Ausgezeichnet

Die Kleinmachnower Gemeindebibliothek hat einen Bestand von rund 37 000 Medien.

Pro Tag kommen an die 380 Besucher, manchmal gar 600.

Die Gemeindebibliothek gehört zu den besten ihrer Art in Deutschland. Am 27. Juli bekam sie zum dritten Mal in Folge die Urkunde vom Bibliotheksindex BIX. In allen vier Kategorien erreichten die Kleinmachnower die Bestnoten. 209 Bibliotheken von der kleinen Gemeindebibliothek bis zur Unibibliothek unterzogen sich einer Analyse ihrer Leistungsdaten.

Der BIX-Bibliotheksindex ist seit 1999 ein bundesweites Leistungsmessungsinstrument für Bibliotheken.

Kontakt: Bibliothek, Adolf-Grimme-Ring 10, Telefon: 033203/8774110

Öffnungszeiten: Montag 12-18 Uhr, Dienstag 12-20 Uhr, Mittwoch geschlossen, Donnerstag 10-18 Uhr, Freitag 12-18 Uhr, 1. Samstag im Monat 10-13 Uhr.

Von Claudia Krause

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