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Potsdam-Mittelmark Grundstück zu teuer: Keine neue Feuerwehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundstück zu teuer: Keine neue Feuerwehr
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21:13 11.12.2015
Die Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf muss weiterhin auf ihren Neubau warten. Quelle: Archiv/Olaf Möldner
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Stahnsdorf

Mit einer Stimmengleichheit von jeweils zehn Ja- und zehn Nein-Stimmen haben Stahnsdorfs Gemeindevertreter am Donnerstag die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das neue Feuerwehrdepot zwischen Güterfelder Damm und Friedrich-Naumann-Straße abgelehnt. CDU-Gemeindevertreter Gerhard Enser enthielt sich der Stimme. Noch im Juli dieses Jahres hatte die Gemeindevertretung mit der Stimmenmehrheit von CDU, SPD und „Wir Vier“ den Standort am Güterfelder Damm gegenüber eines Einkaufsmarktes als angeblich bessere Alternative zum Bürgermeistervorschlag Annastraße beschlossen.

Das jüngste Votum soll wieder Bewegung in die stockenden Verkaufsverhandlungen mit dem Privateigentümer der Fläche bringen, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Mühlner. Der Preis für das insgesamt mehr als 11 000 Quadratmeter große Waldstück, das nur zu einem Teil mit der neuen Feuerwache bebaut werden soll, sei zwar „nicht völlig unanständig“. Der Eigentümer solle allerdings „das Zeichen verstehen“, noch einmal über seine Forderungen nachzudenken. Eine Rückkehr zum Freigelände neben dem Gemeindezentrum in der Annastraße hält Mühlner für schwierig, weil Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) die Fläche bereits dem Kreis als Standort einer zweiten Gesamtschule in der Region angeboten habe. Außerdem wolle die Mehrheit der Gemeindevertretung dieses kommunale Grundstück sinnvoller vermarkten – beispielsweise für „erschwingliche Mietwohnungen“.

Mit der Ablehnung am Donnerstagabend sei nicht der Grundsatzbeschluss aufgehoben, das neue Feuerwehrdepot am Güterfelder Damm errichten zu wollen, bekräftigt die CDU-Fraktion. Einen Bebauungsplan aufzustellen, könne zu geeigneter Zeit wieder neu beschlossen werden. Mit diesem Plan soll die Gemeindeverwaltung neben dem Bau des neuen Feuerwehrgebäudes gleichzeitig sicherstellen, dass der übrige Wald als Erholungswald und als Frischluftquelle erhalten bleibt und ein geplanter Geh- und Radweg von der Friedrich-Naumann-Straße aus gebaut werden kann. Dass die Stahnsdorfer Feuerwehrleute nun erneut vertröstet werden, bedauert Mühlner.

Ob der Standortvorschlag Güterfelder Damm allerdings wirklich gehalten werden kann, ist ungewiss. Bürgermeisters Albers will nun im Januar einen „Runden Tisch Feuerwehr“ einberufen. An ihm will Albers mit Vertretern der Wehrführung, des Fördervereins, der Verwaltung sowie mit Gemeindevertretern beraten, wie es mit dem Neubau für die Ortsfeuerwehr weitergehen soll.

Feuerwehr-Unfallkasse: Altes Depot ist nicht mehr tauglich

Die Feuerwehr-Unfallkasse hatte der Gemeinde bereits im Jahr 2011 mitgeteilt, dass die Gebäude am Dorfplatz wegen Baumängel für die künftigen Aufgaben der Feuerwehr nicht mehr tauglich sind.

Ein Aus- und Umbau des alten Feuerwehrstandortes ist kaum möglich. Die Häuser stehen unter Denkmalschutz. Das Nachbargrundstück befindet sich in Privateigentum.

Im alten Feuerwehrdepot soll das künftige Bürgerhaus der Gemeinde Stahnsdorf eingerichtet werden.

Eine Arbeitsgruppe „Feuerwehr“ hatte sich mit Standortvorschlägen befasst und die Annastraße favorisiert.

Von Heinz Helwig

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